Nazi-Zeit

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Vorbeimarsch von SA-Studenten an der Neuen Aula[1]
Umbenennung des Platzes vor der Neuen Aula am 11. Mai 1938 in Langemarckplatz[1]

Tübingen gab in der Nazi-Zeit (1933-1945 = die Zeit des Nationalsozialismus vor und während des Zweiten Weltkrieges) leider trotz oder wegen der Universität ein schlechtes Beispiel.

In Tübingen versuchten einige mit Übereifer, den Ideen der Nationalsozialisten - und später ihren Erlassen - in Eigeninitiative zuvor zu kommen.

Die Geschehnisse der Nazi-Zeit in Tübingen werden in Büchern, Ausstellungen, Vorträgen, Veranstaltungen, Denkmälern und anderem aufgearbeitet. Siehe dazu auch den Artikel Aufarbeitung der Nazi-Zeit.

Übereifriges Rathaus[Bearbeiten]

Nach dem am 1. April 1933 veröffentlichten Gesetz über Gleichschaltung der Länder und Gemeinden hatte auch der Tübinger Gemeinderat als aufgelöst zu gelten. Nach an diesem Tag vorgenommenen Berechnungen sollte der neue Gemeinderat, der bis zum 30. April gebildet sein musste, nur noch 24 Sitze umfassen, die sich auf die einzelnen Partein wie folgt verteilen sollten:[2]

  • Nationalsozialisten 14 Sitze bisher 4 Sitze (d.h. absolute Mehrheit)
  • Schwarz-Weiß-Rot 3 Sitze bisher 6 Sitze
  • Sozialdemokraten 3 Sitze bisher 3 Sitze
  • Zentrum 2 Sitze bisher 3 Sitze
  • Christl. Volksdienst 1 Sitz bisher 2 Sitze
  • Demokraten 1 Sitz bisher 6 Sitze
"Der neue Gemeinderat vereidigt. Der erste Beschluss: Hindenburg, Hitler, Murr und Mergenthaler Ehrenbürger." Zitat aus: Neues Tübinger Tagblatt vom 5. Mai 1933

Bei der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats mit 13 nationalsozialistischen Stadträten am 4. Mai 1933 wurden Reichspräsident v. Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler, Staatspräsident Murr und Kultminister Mergenthaler zu Ehrenbürgern ernannt. Die Mühlstraße wurde mit sofortiger Wirkung in Hitler-Straße, die Neuestraße in Murrstraße, die Friedrich Ebert-Straße in Mergenthalerstraße umbenannt.[3]

"Das Freibadewesen in Ordnung; Juden und Fremdrassigen der Zutritt versagt." Zitat aus: Neues Tübinger Tagblatt vom 16. Mai 1933

Bereits am 15. Mai 1933 beschloss der Gemeinderat, wohl als einer der ersten in Deutschland, den "Juden und Fremdrassigen" die Benutzung des Freibades zu verbieten.[4] [5] [6]

Frühes Lösen der Geschäftsverbindungen zu Juden[Bearbeiten]

Schon 1933 löste die Stadt ihre Verbindungen zu jüdischen Geschäftspartnern, ohne dass es dafür eine Anweisung aus Berlin gab. [7]

Juden und die Synagoge[Bearbeiten]

1932 zählte die jüdische Gemeinde noch 127 Mitglieder. 1937 waren es nur noch 25 Mitglieder.[5]

Die Tübinger Synagoge in der Gartenstraße 33 wurde wie viele andere Synagogen in Deutschland auch in der Reichspogromnacht (umgangssprachlich: "Reichskristallnacht") vom 9. auf den 10. November 1938 von SS-Männern zerstört und dann auf Befehl des Kreisleiters niedergebrannt. Die Jüdische Gemeinde wurde 1939 aufgelöst, nachdem die verbliebenen Juden den Abriss ihrer zerstörten Synagoge selber bezahlen mussten.[8][9][10]

1941/42 wurden die letzten 14 verbliebenen Juden deportiert und in Vernichtungslager gebracht. Nur zwei Tübinger Juden überlebten.[5]

Hakenkreuzflagge auf der Stiftskirche[Bearbeiten]

Der evangelische Pfarrer Karl Fetzer setzte sich anfangs für die "Deutschen Christen" ein und sorgte für die Beflaggung der Stiftskirche mit der Hakenkreuzfahne.[5]

NS-Schulen und Einrichtungen[Bearbeiten]

Motorsportschule des NSKK in Tübingen, 1940
Umzug am 1. Mai 1935

Der Bau von NS-Schulen und Einrichtungen wurde wegen der sinkenden Studentenzahlen von der Stadt begrüßt. Man erhoffte sich Tübingen als "Stadt der NS-Schule".[11]

1934: Einweihung der Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps-Motorsportschule (NSKK) am Galgenberg in der Alexanderstraße 48[12][13]

1935: Bau der Sanitätsschule der SA und Fertigstellung der Burgholzkaserne[14][15]

1936: Eröffnung der Sanitätsschule der SA (das spätere Oberschulamt in der Keplerstraße) [16]

1936: NSF-Bräuteschule des "Deutschen Frauenwerks" in der damaligen Staufenstraße 21

1936: NS Jungschwesternheim in der damaligen Staufenstraße 30

193?: NSV Mütterheim

193?: Landes-Luftschutzschule im Schloss Kreßbach

Wiederbewaffnung: Kasernen und Kasernenbau[Bearbeiten]

Mit der Machtübernahme der Nazis wurde auch die Wiederaufrüstung der Streitkräfte ein größeres Thema: Die alte Kaserne wurde wieder als solche in Betrieb genommen, nachdem sie zwischenzeitlich als Wohnraum genutzt war - und Thiepval-Kaserne genannt, die neue Kaserne in Lorettokaserne umbenannt, die Hindenburgkaserne wurde Anfang 1934 konkret geplant und der Bau einer Artilleriekaserne am Ort des heutigen Bergfriedhof angedacht. 1935 wurden die Gebäude auf dem Sand als Standortlazarett der Deutschen Wehrmacht geplant und gebaut.[17] Tübingen wurde Ende der 1930er Jahre eine Garnisons- und Soldatenstadt - mehr als jemals zuvor. [18]

Oberbürgermeister Dr. Ernst Weinmann ("Henker von Belgrad")[Bearbeiten]

Der von 1939 bis 1945 amtierende Tübinger Oberbürgermeister Dr. Ernst Weinmann (Zahnarzt und SS-Sturmbannführer) war während des Krieges bei einer SS-Einsatzgruppe in Jugoslawien und wütete dort so, dass er den Beinamen "Henker von Belgrad" bekam. Als "Umsiedlungskommissar beim Militärbefehlshaber in Serbien" war er maßgeblich an der Deportation von Juden und der Verschleppung von Slowenen beteiligt. Er wurde deswegen in Jugoslawien zum Tode verurteilt.[5]

Ernst Weinmanns enger Mitarbeiter im Rathaus, der in der Bursagasse 18 geborene[19]Theodor Dannecker [1], ein Textilwarenkaufmann der 1932 der NSDAP und der SS beitrat, begann seine Karriere im Sicherheitsdienst in Stuttgart. Ab 1937 fungierte er in Berlin als Judenberater[2] und enger Mitarbeiter Adolf Eichmanns im Reichssicherheitshauptamt im Rang eines SS-Hauptsturmführers. Dannecker organisierte zeitweilig zusammen mit seinem ehemaligen Tübinger Kommilitonen Walter Stahlecker (s.u.) die Deportation der Juden aus Frankreich, Bulgarien, Ungarn und Italien in die Vernichtungslager. Nach dem Krieg wurde er im Dezember 1945 von der United States Army interniert und beging wenige Tage später in der Haft Suizid.

Universität und NSDStB[Bearbeiten]

Nationalsozialistische Veranstaltung vor der Neuen Aula

Nach 1918 erwiesen sich Verbindungsstudenten und Teile der Professorenschaft als Propagandisten eines aggressiven Antisemitismus. Schon 1920 beschloss der Nationale Studentenbund, dem knapp ein Drittel der Tübinger Studenten angehörte, den Ausschluss von Juden. Die Hochschule selbst rühmte sich schon vor 1933, "judenrein" zu sein. Tatsächlich musste sie dann 1933 keinen jüdischen Lehrstuhlinhaber und nur wenige Assistenten und Privatdozenten entlassen, darunter den Physiker und späteren Nobelpreisträger Hans Bethe.[3] Mit Berufsverbot wurden unter anderem auch der Religionsphilosoph Traugott Konstantin Oesterreich [4] und der Mathematiker Erich Kamke [5] belegt.

Erwin Weinmann [6] (Bruder des oben genannten Tübinger Oberbürgermeisters) war in Tübingen Medizinstudent und ab 1932 Fraktionsführer des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB)[7] im Allgemeinen Studierendenausschuß (AStA) und Mitglied der SS. In der Zeit von 1942 bis Juli 1943 war er als Chef des Sonderkommandos 4a für den Massenmord an Juden in der Ukraine verantwortlich.
Neben Weinmann waren auch folgende Tübinger Studenten Mitglieder des NSDStB und später Mitglieder des Reichsicherheitshauptamtes und als Leiter von SD-Sonderkommandos hauptsächlich für die Planung und Ausführung von Massenmord und Kriegsverbrechen in der ehemaligen Sowjetunion verantwortlich.

  • Rudolf Bilfinger [8]
  • Erich Ehrlinger [9]
  • Alfred Rapp
  • Martin Sandberger [10]
  • Walter Stahlecker [11]
  • Eugen Steimle [12]
  • Paul Zapp [13]

Widerstandskreis des 20. Juli[Bearbeiten]

Seit 1984 erinnert im Foyer der 1845 errichteten Neuen Aula eine Gedenktafel an elf ehemalige Tübinger Studenten, die wegen ihrer Verbindung zum Widerstandskreis des 20. Juli hingerichtet bzw. ermordet wurden.[20]
Gedenktafel2 NeueAula.JPG
  • Eugen Bolz [14]
  • Dietrich Bonhoeffer [15]
  • Klaus Bonhoeffer [16]
  • Fritz Elsas [17]
  • Carl Friedrich Goerdeler [18]
  • Ulrich von Hassell [19]
  • Caesar von Hofacker [20]
  • Rüdiger Schleicher [21]
  • Berthold Schenk Graf von Stauffenberg[22]
  • Theodor Strünck [23]

Tübinger Wissenschaftlicher Antisemitismus[Bearbeiten]

Gerhard Kittel, evangelischer Theologe und Schüler von Adolf Schlatter, übernahm 1926 dessen Lehrstuhl in Tübingen. (Siehe auch das nach ihm benannte Schlatterhaus)

Kittel begründete zusammen mit Karl Adam, Karl Georg Kuhn, Hans Fleischhacker und dem Leiter des NS-Dozentenbundes, Robert Wetzel, den sogenannten "Wissenschaftlichen Antisemitismus", der den akademischen Überbau und die Rechtfertigung der geplanten Endlösung, dem Völkermord an Juden in der Zeit des Nationalsozialismus bildete.

Es mag immerhin festgestellt sein, dass die einzige deutsche Universität, an der es im Frühjahr 1933 weder in der Dozenten- noch in der Studentenschaft eine Judenfrage gab, die Eberhard-Karls-Universität war. Gerhard Kittel, "Die Judenfrage", 1933.

Kein deutscher Universitätstheologe stand der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie so nahe wie Kittel. Gerhard Kittel hat in seiner Stellung als Wissenschaftler durch Vorträge, Publikationen und durch Gutachten über jüdische Volksgruppen für das Reichssicherheitshauptamt aktiv und bewusst an der von ihm selbst propagierten endgültigen Lösung der Judenfrage in Europa mitgearbeitet.[21]

Zwangssterilisierungen an Unversitätskliniken[Bearbeiten]

Zwischen 1934 und 1944 wurden an den Universitätskliniken Tübingen mindestens 1158, vermutlich jedoch 1243 Personen zwangssterilisiert. Die Direktoren der Frauen-, Nerven-, und Chirurgischen Universitätsklinik führten Sterilisationen teilweise schon vor 1933 auch ohne Gesetzesgrundlage durch. Nach 1945 galten alle Beteiligten allerdings als entlastet. Die Opfer der Zwangssterilisationen litten nicht selten ihr Leben lang psychisch und körperlich unter den Folgen der Operation, wurden aber trotz geringer Entschädigungszahlungen bis heute nicht offiziell als NS-Verfolgte anerkannt.[22]

Gleichschaltung der Presse[Bearbeiten]

Der jüdische Verleger Albert Weil bewohnte mit seiner Familie seit 1905 die Räume in der Uhlandstraße 2. Dort befanden sich Redaktion und Druckerei der Tübinger Chronik. Im September 1930 verkaufte er nach den Wahlerfolgen der NSDAP die Zeitung an den deutschnationalen Ulmer Verleger Dr. Karl Höhn und zog mit seiner Familie in die Schweiz. Im Dezember 1933 wurde die Zeitung von der NS-Presse GmbH Württemberg aufgekauft und als "Tübinger Chronik - Neues Tübinger Tagblatt" gleichgeschaltet.

Die Bevölkerung[Bearbeiten]

Auf die Ausschaltung und Verhaftung der NS-Gegner wie auf die ersten judenfeindlichen Maßnahmen reagierte die Bevölkerung mit Schweigen, etliche begrüßten sie.[23]

Tübinger Vereine[Bearbeiten]

Die Tübinger Vereine regagierten unterschiedlich auf die Politik der Nationalsozialisten. Einige schmückten ihre Vereinsheime und Postkarten mit dem Hakenkreuzsymbol.

Die Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach dem Krieg war Bebenhausen ein bevorzugter Ort für Alt-Nazis, um hier Teile ihres Lebensabends zu verbringen. So wohnte z.B. August Heißmeyer (Chef der „Dienststelle SS-Obergruppenführer Heißmeyer“, Inspektor der Konzentrationslager und Leiter der Totenkopfstandarten und General der Waffen-SS - ranggleich mit Heydrich und direkter Reportlinie zu Himmler) bis zu seinem Tod Ende der Siebziger in Bebenhausen. Ebenso wohnte die Reichsfrauenführerin in Nazi-Deutschland Gertrud Scholtz-Klink nach dem Krieg bis zu ihrem Tod 1999 in Bebenhausen und starb auch dort. Regelmäßige Besuche von Alt-Nazi-Größen in Tübingen und Bebenhausen, wie Konstantin Freiherr von Neurath (Reichsaußenminister in Nazi-Deutschland und Reichsprotektor in Böhmen und Mähren) sowie Gottlob Berger (im Nazi-Reich Chef des SS-Hauptamtes, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS und sehr enger Freund von Oskar Dirlewanger), sind des Weiteren bis in die 1970er Jahre hinein belegt.[24]

Geschichtspfad zum Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2016 wurde ein Geschichtspfad zum Nationalsozialismus in Tübingen angelegt: auf 16 Stelen an 16 Plätzen vor allem in der Innenstadt gibt es Informationen zu Tübinger Geschichten aus der Zeit von 1933 bis 1945. Link: http://www.tuebingen.de/rundgaenge#16694

Quellen[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Urban Wiesing, Klaus-Rainer Brintzinger, Bernd Grün, Horst Junginger, Susanne Michl (Herausgeber): Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus. Franz Steiner Verlag, 2010 (Contubernium – Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 73). 1136 S. € 99, ISBN 978-3-515-09706-2.
  2. Auflösung des Gemeinderats. Tübinger Zeitung vom 1. April 1933 zitiert in Informationen über den Faschismus in Tübingen
  3. Der neue Gemeinderat vereidigt. Neues Tübinger Tagblatt vom 5. Mai 1933 zitiert in Informationen über den Faschismus in Tübingen
  4. Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 "Tübingen - Auf alten Wegen Neues Entdecken - Ein Stadtführer" (Verlag Schwäbisches Tagblatt, S. 63 (3. Auflage von 2003)
  6. Das Freibadwesen in Ordnung. Neues Tübinger Tagblatt vom 16. Mai 1933 zitiert in Informationen über den Faschismus in Tübingen.
  7. Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
  8. de.wikipedia.org/wiki/Synagoge_(Tübingen)
  9. Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
  10. www.alemannia-judaica.de/tuebingen_synagoge.htm
  11. Tübingen - Historische Photographien einer Stadt (Wartberg Verlag, 2001, Seite 23)
  12. Tübinger Stadtchronik 1930 - 1936
  13. Tübingen - Historische Photographien einer Stadt (Wartberg Verlag, 2001, Seite 23)
  14. Tübinger Stadtchronik 1930 - 1936
  15. www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/druckansicht.php?id_titlaufn=844220&bestand=17526&syssuche=&logik=
  16. Tübingen - Historische Photographien einer Stadt (Wartberg Verlag, 2001, Seite 23)
  17. http://de.wikipedia.org/wiki/Geb%C3%A4ude_auf_dem_Sand
  18. Studienarbeit von Pierre Michael 2009: Kommunalpolitik der Stadt Tübingen im Nationalsozialismus - Das Beispiel der Hindenburgkaserne
  19. Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
  20. Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
  21. http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Kittel
  22. http://idw-online.de/pages/de/news270590 Bericht des Arbeitskreises "Universität Tübingen im Nationalsozialismus" vom 14.Juli 2008.
  23. Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
  24. Ein wesentlicher Aspekt mit „Geschmäcke“ fehlt bei dem Artikel Tübingen auf einer Wikipedia-Diskussionsseite.

Weblinks[Bearbeiten]