Georgsbrunnen

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Georgsbrunnen
Figur auf dem Georgsbrunnen vor der Stiftskirche in Tübingen 2019.jpg
Springbrunnen
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Georgsbrunnen
Brunnenfigur St.Georg mit der Stiftskirche im Hintergrund
Georgsfigur am Brunnen
St. Georg im Winter
Die alte Original-Figur des 1841 abgerissenen Georgsbrunnen, die man 1911 im Neckar wieder gefunden hatte. Sie befindet sich im Stadtmuseum.
Georgsbrunnen mit Blumenschmuck, 2010
Historische Ansicht des Holzmarkts vor dem Ersten Weltkrieg. Rechts der neugotische Brunnen von 1842 vor der verkleinerten Freitreppe und einer Mauer vor der Stiftskirche. Dieser Brunnen wurde 1961 entfernt. Die heutige Rekonstruktion des ursprünglichen Brunnens wurde 1976 ein Stück weiter links wieder aufgebaut.
Jörgenbrunnen, in der kalten Jahreszeit geschlossen

Der auf dem Holzmarkt stehende Georgsbrunnen (eigentlich Jörgenbrunnen) stellt den Drachen tötenden Heiligen Georg (Patron der Stiftskirche) dar.[1][2]


Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Brunnen ist eine 1976 errichtete Kopie eines 1523 vom einheimischen Steinmetz Andreas Lang erschaffenen Brunnens an dieser Stelle. Der alte Brunnen wurde 1841 beim Abbruch der sich heute wieder direkt südlich anschließenden Treppe der Stiftskirche abgerissen. Im Bereich dieser Treppe wurde 1842 ein neugotischer gusseisener Brunnen errichtet. Die Teile des alten Brunnen verschwanden.[3]

Im Herbst 1961 musste auch dieser Brunnen weichen. Diesesmal für drei Parkplätze für Autos, die damals noch auf dem Holzmarkt und dem Marktplatz fahren und parken durften. [3]

1976 wurde der Holzmarkt zur Fußgängerzone zurückgebaut. Die entfernte Freitreppe wurde wieder aufgebaut. Und auch der heute dort stehende Georgsbrunnen wurde rekonstruiert. [3]

Am 25. Mai 1979 schlugen Unbekannte die Lanze und einen Arm ab.[4]


Die Vorlage für die Rekonstruktion bildete der 1911 im Neckar wiedergefundene Oberkörper der Figur. Der Drache wurde zusammen mit einem Kapitell in der Neckargasse 32 vom Kunsthistoriker Konrad Lange entdeckt.[5] [6] [7] ·


Wo kommt das Wasser her?[Bearbeiten]

Das Wasser für diesen Brunnen, den Neptunbrunnen auf dem Marktplatz und den Brunnen in der Doblerstraße wird von den Brunnenstuben Im Winkelrain, Hackersteigle (gedrosselt) und Wilhelm-Schussen-Weg vollkommen autark von der restlichen Wasserversorgung gespeist und stellt damit eine echte Notfallversorgung dar.[8] Da der Brunnen frei zugänglich und damit verschmutzbar ist, handelt es sich hier nicht um Trinkwasser.


Quellen[Bearbeiten]

  1. Tübinger Stadtchronik ab 1500
  2. "Tübingen, Bilder zur Geschichte der Stadt", Jürgen Sydow (hrsg.) • H. Laupp'sche Buchhandlung (1980), S.97, ISBN 3-16-442712-3
  3. 3,0 3,1 3,2 "Das Tübinger Stadtbild im Wandel", Stadt Tübingen • Kulturamt (1994), S.127ff, ISBN 3-910090-11-7
  4. "Tübinger Blätter", Bürger- und Verkehrsverein Tübingen e.V., 1979, Seite 121
  5. Schild neben den ausgestellten alten Teilen im Stadtmuseum
  6. Konrad Lange: Der ehemalige Jörgenbrunnen in Tübingen und sein Schöpfer. Tübinger Blätter Nr. 14, 1912.
  7. Tübinger Blätter, 15. Jg. 1913/14: Konrad Lange: Neues vom Tübinger Jörgenbrunnen, Seite 23-29, und Stadtbaumeister Haug: Der Georgsbrunnen als Kriegerdenkmal und die neue Platzgestaltung des Holzmarktes, Seite 29-31
  8. Trinkwasser für Tübingen - 125 Jahre Tübinger Wasserversorgung, Stadtwerke Tübingen GmbH Universitätsstadt Tübingen, 1. Auflage 2004, Anhang 11, Seite 197 nach "Quelle: Tiefbauamt der Stadt Tübingen, Hans Schnaidt"