Casino am Neckar

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Casino, heute Bootshaus am Neckar
Neues Offizierskasino links, ca. 1914, koloriertes Foto Gebr. Metz

Das Restaurant Casino am Neckar befindet sich in der Wöhrdstraße 25, also an der Stelle, an der der Neckar und die Steinlach kurz hinter der Blauen Brücke zusammenfließen. Hier wurde es 1912 erbaut. Eigentümerin des Gebäudes ist die GWG. Im Sommer kann man in einer großen Gartenwirtschaft draußen sitzen. Direkt daneben befindet sich eine Anlegestelle für Stocherkähne.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Casino wurde 1912 als „Offiziersspeiseanstalt“ des 10. Württembergischen Infanterieregiments erbaut.[1] In der Besatzungszeit wurde es ausschließlich von Franzosen genutzt, bis es 1961 auch für interkulturelle Begegnungen verwendet wurde. Ab den 1950ern durfte allerdings auch schon der Tübinger Frauenverein das Casino für Modenschauen nutzen. Der Speisesaal wurde durch einen Vorbau mit der heutigen Fensterfront erweitert.

Nach Abzug der Französischen Garnison 1991 wurde das Gebäude zunächst, trotz der exponierten Lage, jahrelang nicht gastronomisch und auch sonst kaum genutzt. Mehrere Jahre hatte dann das Restaurant Delhi Palace hier sein Domizil, bis am 28. November 2006 nach einem größeren Umbau das Restaurant Casino am Neckar eröffnet wurde. Zum Ende des Jahres 2016 hörte Hans-Peter Horn als Wirt auf.[2]

Nach Ostern 2017 eröffneten die neuen Pächter Gwen Schubert und Tim Diesterheft das Restaurant unter dem neuen Namen "Bootshaus am Neckar". Es wird eine internationale Küche im mittleren Preissegment angeboten, ebenso Mittagsmenüs. Sonn- und montags ist Ruhetag. Der Biergarten mit dem eigenen Namen "Sonnendeck" ist aber auch sonntags tagsüber geöffnet. [3]

Links[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Schwäbisches Tagblatt vom 29. Juli 2016: Kennen Sie Tübingens französische Besatzungszeit? 200 Interessierte auf Spurensuche in der einstigen Garnisonsstadt [1]
  2. Schwäbisches Tagblatt vom 30. Juli 2016: Hans-Peter Horn hört Ende des Jahres auf / Die GWG sucht neuen Pächter [2]
  3. Schwäbisches Tagblatt vom 4. März 2017: Maritim soll es bald am Neckarufer zugehen