Rammert

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Zumeist bewaldeter Höhenrücken zwischen Tübingen und Hechingen, der im Nordwesten an das Neckartal und im Osten an das Steinlachtal grenzt. Er erstreckt sich zwischen Tübingen, Rottenburg, Rangendingen, Hechingen und Ofterdingen und ist unterschiedlich breit. Nahe Rottenburg erhebt sich der Turm der Weiler Burg über die Rammertbaumwipfel. Der Rammert ist für die Geologen ein Teil des südwestdeutschen Keuperberglandes und Süddeutschen Schichtstufenlandes, zu dem auch der Schönbuch auf der anderen Seite des Neckar gehört.


Mit einer Gesamtfläche von ca. 3200 ha bildet der Rammert ein Erholungsgebiet für vielerlei Aktivitäten, wie z.B. Wandern, Nordic Walking oder Radeln. Der Rammert ist größtenteils Landschaftsschutzgebiet und besteht hauptsächlich aus Mischwald, wobei Eiche und Buche Hauptbestandteil sind. Gelegentlich wird er auch als „kleiner Bruder“ des Schönbuch bezeichnet. Ähnlich wie dort gibt es auch im Rammert gut gekennzeichnete Wanderwege, z.B. von Rottenburg nach Tübingen oder Mössingen. Höchster Berg ist mit 590 m ü.NN der Hohwacht zwischen Rangendingen und Bodelshausen. [1]

Banner der Gegner des Windkraftprojekts im August 2025 am Rammerteingang oberhalb von Kilchberg

Beim langfristigen Energie-Umstieg auf erneuerbare Energien geht es auch im Raum Tübingen um Standorte für Windkraftanlagen. Ein Projekt möchte im und am Rammert mehrere Windkraftanlagen (Stand 5/2025 Vorlage im Gemeinderat: 13) errichten. Wegen der starken Waldeinschlags-Nebenwirkungen für manche der geplanten Standorte und der unsicheren Windsicherheit an dieser Stelle gibt es teilweise Widerstand gegen das Projekt und seine Dimensionen.

Anfang 2026 wurde von Naturschutzverbänden wegen der Ausweisung von Windvorrangflächen im Regionalplan in der Presse wieder klar Position gegen Windkraftanlagen im Rammert bezogen:


[...] „Der Rammert ist ein ausgewiesener Klimaschutzwald mit einem resilienten, teils sehr alten Mischwaldbestand und einer außergewöhnlich hohen Dichte an streng geschützten Arten“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Aus Sicht des Nabu stellt die Festlegung des Gebiets als Windvorrangfläche eine Fehlentscheidung dar.“

[...] Bereits im Herbst 2025 hatten sich die drei Verbände BUND, LNV und Nabu in einer gemeinsamen Stellungnahme dafür ausgesprochen, den Rammert vollständig aus der Windkraftplanung herauszunehmen. „Der Rammert wurde fachlich eindeutig als Artenschutz-Kategorie-A-Fläche eingestuft, für die eine Windenergienutzung nicht genehmigungsfähig ist“, heißt es nun wieder vom Nabu: „Der zu erwartende ökologische Schaden wurde als nicht hinnehmbar bewertet.“ Die Naturschützer hätten unter anderem „mehrere Brutpaare windkraftsensibler Großvögel“ (also etwa Rotmilan, Schwarzmilan, Schwarzstorch) entdeckt, „über 15 Fledermausarten, darunter besonders konfliktanfällige“ sowie streng geschützte Amphibien. Außerdem liege die Rammert-Fläche in der Nähe von FFH-Gebieten, es gebe zahlreiche Habitatbäume und Wildtierkorridore. [...] Der Nabu betont, dass er grundsätzlich den Ausbau der Windenergie unterstützt. „Gerade in einer Region, in der die gesetzlichen Flächenziele für Windenergie bereits erreicht werden können, müssen ökologisch hochsensible Gebiete wie der Rammert ausgenommen bleiben.“


Raum für die Debatte

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Blick vom Turm der Weilerburg ins Neckartal in Richtung Tübingen - rechts die bewaldeten Rammerthöhen

Rammert-Anliegerorte

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Es werden die folgenden Orte, Ortsteile, im Uhrzeigersinn bei Tübingen-Derendingen beginnend, eingeschlossen:


So zeichnet es der Vermesser

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