Tübinger Sommertheater: Unterschied zwischen den Versionen

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== 2015 ==
'''Der Arme Konrad - Schauspiel aus dem deutschen Bauernkrieg 1514 von Friedrich Wolf''' - Produziert vom [[Theater Lindenhof Melchingen]]'''<br>
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'''Stellplatz 51''' - DAS CAMPING-MUSICAL (Uraufführung) Eine Produktion des [[Zimmertheater Tübingen]]'''<br>
Eine Koproduktion des Theaters Lindenhof mit der Stadt [[Fellbach]] und der Universitätsstadt [[Tübingen]].
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Das diesjährige Tübinger Sommertheater spielt auf der [[Neckarinsel]] im Herzen von Tübingen, in wunderbarem Naturambiente mit Blick auf die historische [[Altstadt]]kulisse und das [[Schloss Hohentübingen|Tübinger Schloss]], und damit in unmittelbarer Nähe zum Originalschauplatz des [[Tübinger Vertrag]]s, der am [[8. Juli]] [[1514]] zwischen den württembergischen Landständen und [[Herzog Ulrich]] geschlossen wurde.
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Die einen lieben es, die anderen hassen es: Camping. Das Thema steckt voller Widersprüche. Einerseits will man in der Natur sein, andererseits soll es an nichts fehlen, eigentlich sind auf dem Campingplatz alle gleich, aber die Dauercamper sind schon ein bisschen gleicher, einerseits verspricht es unendliche Freiheit, andererseits legt die Platzordnung etwas ganz anderes nahe. Wer einmal einen Outdoorausrüster besucht hat weiß, was alles möglich ist.</p>
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<p>Irgendwo zwischen Wurfzelten, Deluxe-Grillen und Nasszellen spiegelt sich die Gesellschaft in ihren Träumen und Phobien wider. Zeit, ein paar komödiantische Heringe einzuschlagen und die Satellitenschüsselsensorik auf die absurden Kuriositäten der menschlichen Widersprüchlichkeiten einzustellen. Brechen Sie Ihre Zelte ab und schlagen Sie auf STELLPLATZ 51 auf, dort, wo das wahre Leben haust und sich in Duschraummadrigalen und Dichtungsfugen musikalisch Bahn bricht. Hier trifft sich alles, was das Leben so anspült.  
"Mit dem 1923 verfassten Stück "Der Arme Konrad" greift der in den 1920-er Jahren in Hechingen und Stuttgart lebende und praktizierende Arzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wolf Friedrich Wolf] - Aufklärer, Verfasser von Gesundheitsbüchern, Kommunist, Verfechter von Menschenrechten, expressionistischer Dramatiker - die historischen Ereignisse um den Bauernaufstand von [[1514]] auf. Er konfrontiert die Bauern mit  Herzog Ulrich, stellt Volk gegen Herrscher und Herrscher gegen Volk und diskutiert am Beispiel des historischen Falles, aber gewiss auch aus seiner Zeit heraus, die sich wiederholenden Mechanismen gescheiterter Aufstände und Revolutionen in Deutschland. Mit einem seiner erfolgreichsten Dramen bringen wir die Revolte der Bauern aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Remstal Remstal] in die Stadt des Tübinger Vertrags.  
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Wir führen Sie, liebes Publikum, an mehreren Stationen im [[Seufzerwäldchen]] vorbei, so tauchen wir Stück um Stück nicht nur in den Wald, sondern auch in Wolfs Geschichte ein. Die Figuren und die Szenerien bekommen im Abendlicht Kontur, archaische Kraft und expressiven Ausdruck. Das Leben und die Not der Bauern stehen plastisch vor unsern Augen. Und mit den Bauern ziehen wir dann in die Arena vor dem [[Friedrich Silcher|Silcherdenkmal]]. Hier nimmt das Stück seinen Fortgang, mit all seinen Finessen, seinen Ränken und Intrigen, seiner Dramatik. Herrscherwillkür und Volksbegehren spitzen sich zu. <br>Volksnah und doch mit Opulenz wird Geschichte erzählt, bis zum finalen, von Wolfs Optimismus durchtränkten Satz: Die groß Sach. Einmal wird sie wiederkommen.
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Für STELLPLATZ 51 zeichnet sich ein kreatives Dreigestirn verantwortlich: Der Kabarettist Bernd Kohlhepp, Zimmertheaterintendant Axel Krauße und die Komponistin Susanne Hinkelbein nehmen sich des Freilichtspektakels an. Kohlhepp und Krauße haben in den letzten Jahren schon ''Kohlhepp spielt Schiller: Die Räuber oder so ...'' und ''Macht hoch die Tür'' zusammen ausgeheckt.<br />Hinkelbein realisierte am Zimmertheater einst die legendäre Zeitungsoper ''Woche zehn''. Zuletzt war sie bei ''Balzen in Tübingen'', mit ihrem Solo ''Monolog mit Monochord'' im Zimmertheater zu sehen.
Man wird ja wohl noch träumen dürfen, in einer Sommernacht, und auf dem Theater."
 
 
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(Quelle:[http://www.theater-lindenhof.de/index.php?docid=716Ankündigungstext Theater Lindenhof])
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Premiere:10. Juli 2015
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Quelle:[http://www.zimmertheater-tuebingen.de/spielplan/stellplatz-51---das-camping-musical--urauffuehrung--4696]
'''Pressekritiken zur Fellbacher Premiere'''<br>
 
*[http://www.zak.de/artikel/detailsueberregional/127577 ''Remstäler Spätlese''] Zollern-Alb-Bote
 
*[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.theater-lindenhof-der-gemeine-mann-haelt-gericht.ffc7b847-80e5-4fcc-b051-e7d4ede47d8b.html ''Der gemeine Mann hält Gericht''] Stuttgarter Zeitung
 
*[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fellbach-die-geknechteten-erheben-sich.3c746100-6d3a-483e-91ae-c7af24098a7e.html ''Die Geknechteten erheben sich''] Stuttgarter Nachrichten
 
  
 
== Infos ==
 
== Infos ==

Version vom 10. März 2015, 12:18 Uhr

Das Sommertheater in Tübingen ist eine jährliche Freilichtinszenierung die abwechselnd von einem der drei Theater (Landestheater Tübingen Württemberg-Hohenzollern (LTT), Theater Lindenhof Melchingen und dem Zimmertheater Tübingen) in Absprache mit dem städtischen Kulturamt produziert wird. Finanzielle Unterstützung erhalten die Theater von der Universitätsstadt Tübingen (traditionell 30 000 Euro, 2011 um 8,5 Prozent gekürzt) und dem Land Baden-Württemberg (12 000 Euro). [1] [2]

Bilder bei FlickR zum Thema Tübingen & Sommertheater:


2015

Stellplatz 51 - DAS CAMPING-MUSICAL (Uraufführung) Eine Produktion des Zimmertheater Tübingen



Die einen lieben es, die anderen hassen es: Camping. Das Thema steckt voller Widersprüche. Einerseits will man in der Natur sein, andererseits soll es an nichts fehlen, eigentlich sind auf dem Campingplatz alle gleich, aber die Dauercamper sind schon ein bisschen gleicher, einerseits verspricht es unendliche Freiheit, andererseits legt die Platzordnung etwas ganz anderes nahe. Wer einmal einen Outdoorausrüster besucht hat weiß, was alles möglich ist.

Irgendwo zwischen Wurfzelten, Deluxe-Grillen und Nasszellen spiegelt sich die Gesellschaft in ihren Träumen und Phobien wider. Zeit, ein paar komödiantische Heringe einzuschlagen und die Satellitenschüsselsensorik auf die absurden Kuriositäten der menschlichen Widersprüchlichkeiten einzustellen. Brechen Sie Ihre Zelte ab und schlagen Sie auf STELLPLATZ 51 auf, dort, wo das wahre Leben haust und sich in Duschraummadrigalen und Dichtungsfugen musikalisch Bahn bricht. Hier trifft sich alles, was das Leben so anspült.
Für STELLPLATZ 51 zeichnet sich ein kreatives Dreigestirn verantwortlich: Der Kabarettist Bernd Kohlhepp, Zimmertheaterintendant Axel Krauße und die Komponistin Susanne Hinkelbein nehmen sich des Freilichtspektakels an. Kohlhepp und Krauße haben in den letzten Jahren schon Kohlhepp spielt Schiller: Die Räuber oder so ... und Macht hoch die Tür zusammen ausgeheckt.
Hinkelbein realisierte am Zimmertheater einst die legendäre Zeitungsoper Woche zehn. Zuletzt war sie bei Balzen in Tübingen, mit ihrem Solo Monolog mit Monochord im Zimmertheater zu sehen.
Premiere:10. Juli 2015 Quelle:[1]

Infos

Der Zugang zur Neckarinsel ist nur über die Alleenbrücke möglich. Alle weiteren Zugänge müssen aufgrund der Inszenierung für Besucher gesperrt bleiben.

  • Beginn ist an allen Veranstaltungstagen pünktlich um 19:30Uhr. Ab 18:30 Uhr und in der Pause findet eine Bewirtung mit Kaltgetränken, belegten Brötchen o.ä. statt.
  • Wetter und Bedingungen: Die Veranstaltungen finden im Freien statt und sind mit einem Theaterspaziergang verbunden. Bitte achten Sie auf angemessene Kleidung und gutes Schuhwerk.

Bei Abbruch von Veranstaltungen: Bei jedwedem Abbruch nach mehr als 40 Minuten, vor allem auch witterungsbedingt, gilt die Vorstellung als gespielt und Eintrittsgelder werden nicht zurück bezahlt.
Alle Infos im offiziellen Infoflyer (.pdf) des Tübinger Sommertheater 2014

  • Es spielen: Marc Bernhard, Berthold Biesinger, Hans Fickelscher, Christoph Franz, Peter Höfermayer, Bernhard Hurm, Fynn Jansen, Wolfram Karrer, Kathrin Kestler, Oliver Moumouris, Franz Xaver Ott, Christoph Pelgen, Ruben Sailer, Linda Schlepps, Martin Schultz-Coulon, Stefanie Schuster sowie der Chor Semiseria und Schülerinnen und Schüler der Musikschule Tübingen
  • Regie: Klaus Hemmerle
  • Bühne: Johanna Maria Burkhart
  • Kostüme: Yvonne Forster
  • Musikalische Leitung: Wolfram Karrer

Premiere: Do 10.07.2014

Karten und Spieltermine

Vorverkaufsbeginn am 28.04.2014 Telefonisch 07126-929394


Verkehrsverein Tübingen 07071-91360 / Tagblatt Ticket Service 07071-934439
Preise im VVK 27 € (inkl. aller Gebühren), ermäßigt* 16 €
Preise an der Abendkasse 32 €, ermäßigt* 25 € Die Abendkasse ist an Veranstaltungstagen für eventuelle Restkarten ab 18:30 Uhr geöffnet.
Spieltermine: Do 10.7. / Fr 11.7. / Sa 12.7. / Di 15.7. / Mi 16.7. / Do 17.7. / Fr 18.7. / Sa 19.7. / So 20.7. / Mi 23.7. / Do 24.7. / Fr 25.7. / Sa 26.7. / So 27.7. / Mi 30.7. / Do 31.7. /

Vorverkauf der Aufführungen in Fellbach 16.05.-24.05. (easyticket.de)


Orientierungskarte


Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Pantheon unter Platanen - Das Sommertheater vor der Premiere Schwäbisches Tagblatt (03.07.2011)
  2. Pressemitteilungen Stadt Tübingen


Chronologie der Aufführungen

2014 Der Arme Konrad - Schauspiel aus dem deutschen Bauernkrieg 1514 von Friedrich Wolf Neckarinsel
Premiere: 10. Juli 2014
Regie: Klaus Hemmerle Theater Lindenhof [2]
2013 Der Sturm Von William Shakespeare Parkhaus Neckar
Premiere: 18. Juli 2012
Regie: Simone Sterr LTT [3]
2012 Das Wirtshaus im Spessart Neckarinsel
Premiere: 18. Juli 2012
Regie: Christian Schäfer Zimmertheater [4]
2011 Schiller . . . "weil es die Schönheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert" Neckarinsel
Premiere: 06. Juli 2011
Regie: Philipp Becker Theater LIndenhof [5]
2010 Klein Zaches, genannt Zinnober. Von E. T. A. Hoffmann Neckarinsel
Premiere: 16. Juli 2010
Regie: Christina Rast LTT[6]
2009 Die Ballade vom großen Makabren Von Michel de Ghelderode Zelt in der Jahnallee
Premiere: 17.Juli 2009
Regie: Robin Telfer Zimmertheater
2008 AUSSEM PARADIES Eine Stadtgeschichte von Siegfried Bühr und Oliver Moumouris Französisches Viertel
Premiere: 16.Juli 2008
Regie: Siegfried Bühr Theater Lindenhof
2007 Was ihr wollt" von William Shakespeare Silcherdenkmal
Premiere: 06.Juli 2007
Regie: Roland Hüve LTT
2006 Der Streit von Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux Schlosshof Hohentübingen
Premiere: 28.Juli 2006
Regie: Cilli Drexel LTT
2005 Die drei Leben der Lucie Cabrol von Simon McBurney Schlosshof Hohentübingen
Premiere: 29.Juli 2005
Regie: Vera Sturm Zimmertheater
2004 Die Macht der Gewohnheit von Thomas Bernhard Schlosshof Hohentübingen
Premiere: 31.Juli 2004
Regie: Vera Sturm Zimmertheater
2003 Produktion entfallen V. Sturm Zimmertheater
2002 Produktion entfallen V. Sturm Zimmertheater
2001 Peer Gynt von Henrik Ibsen Platanenallee
Premiere: 25.Juli 2001
Regie: Metzger Zimmertheater
2000 Eine Bahnfahrt... und der Raum entschwindet Von Siegfried Bühr und Ensemble Hauptbahnhof
Wiederaufnahme: 31.Juli 2000
Regie: Siegfried Bühr Theater Lindenhof
1999 Eine Bahnfahrt... und der Raum entschwindet Von Siegfried Bühr und Ensemble Hauptbahnhof
Premiere: 22.Juli1999
Regie: Siegfried Bühr Theater Lindenhof
1996 Und die Liebe höret nimmer auf nach Ödön v. Horváth Alte Festwiese
Premiere:
Regie: Siegfried Bühr Theater Lindenhof
1995 ... wenn mit dem Neckar herab (Hölderlin) Neckarinsel
Wiederaufnahme:
Regie: Siegfried Bühr Theater Lindenhof
1993 ... wenn mit dem Neckar herab (Hölderlin) Neckarinsel
Premiere:
Regie: Siegfried Bühr Theater Lindenhof
1992 Jerg Ratgeb, Maler von Uwe Zellmer Panzerhalle
Premiere:
Regie: Stefan Viering Theater Lindenhof
1991 Bauern sterben von Franz Xaver Kroetz Unterjesingen Kelter
Premiere:
Regie: Stefan Viering Theater Lindenhof
1990 Jerg Ratgeb, Maler von Uwe Zellmer Ammerhof
Premiere:
Regie: Stefan Viering Theater Lindenhof
1987 JOHANNISNACHTTRAUM nach Shakespeare Hasengraben
Premiere:
Regie: Hartmut Wickert Theater Lindenhof / Zimmertheater
1986 HÖLDERLIN.TÜBINGEN.TURM. Hölderlinturm
Premiere:
Regie: Hartmut Wickert Theater Lindenhof / Zimmertheater