Hauptbahnhof
Tübingen Hbf (seit 1861) | |
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| Betreiber | DB InfraGO AG |
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Der 1861 mit dem Anschluss Rottenburgs und Tübingens an die Neckar-Alb-Bahn aus Stuttgart entstandene Hauptbahnhof (Hbf) ist seit dem Bau der Verlängerung nach Horb (Obere Neckarbahn [1]) und der Zollernalbbahn [2] nach Sigmaringen und Aulendorf im Jahre 1869 ein Knotenpunkt der Deutschen Bahn. 1910 kam die Ammertalbahn[3] nach Herrenberg hinzu.
Da seit 2023/24 einzelne IC-Züge nach Tübingen durchgebunden werden, konnte InfraGO das Stationsentgelt erheblich erhöhen.
Von Gleis 2 und 3 fahren überwiegend IRE nach Stuttgart, Rottenburg und Aulendorf ab. Auf Gleis 13 und 1 verkehren Züge nach Herrenberg und Bad Urach, und auf den Gleisen 12, 5 und 6 weiterer Regionalverkehr ZB nach Horb und Sigmaringen.
Bahnhofsgebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Bahnhofsgebäude Europaplatz 17 wurde 1861/1862 von Josef Schlierholz[1] im historistischen Rundbogenstil erbaut. Bahnhöfe dieses Baustils und aus dieser Zeit sind in Deutschland nur noch selten erhalten. Hinter den Rundbögen waren ursprünglich im Erdgeschoss offene Arkaden. 1915 erfolgte westlich ein Anbau mit neuem Haupteingang und ein innerer Umbau, der im Wesentlichen bis heute besteht. Damals wurden zum Beispiel die blauen Kachelwände erstellt. Einst gab es oben auf dem Giebel eine Uhr. Ein Vordach entstand ca. 1960 als der gesamte Bahnhofsplatz neu gestaltet wurde. Die Bahnhofsunterführung führt zu den Gleisen 5 und 6, und weiter zur Südstadt: Hegelstraße, Thiepvalplatz, Finanzamt, Parkplätze. Westlich befindet sich die Gaststätte H.A.U.P.T.Bahnhof, östlich der ehemalige Königliche Wartesaal mit der Bahnhofsmission.
Informationen über barrierefrei zugängliche WC-Anlagen von Sozialforum Tübingen e.V. : Hier
Vordach 1961-2019
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1961 wurde ein großes, weit vorstehendes Vordach auf der Eingangsseite vor der Fassade montiert[2] und entstellte damit die ursprüngliche Fassade. Dieses den Eingang verdunkelnde und schon lange schmuddelige Vordach wurde 2019 bei den Umbauarbeiten des Omnibusbahnhofs abgerissen, um das Gelände ebenerdig in den Hauptbahnhof zu führen. Auf ein neues Vordach wurde verzichtet, da der Weg zu den neuen Bushaltestellen nun sehr kurz ist.
Sanierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im April 2026 wurde mit der Sanierung und Modernisierung des Bahnhofsgebäudes begonnen. Die Deutsche Bahn investiert hierfür rund 8,5 Millionen Euro. Unter anderem sollen Fenster und Türen ausgetauscht und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert werden. Die Empfangshalle und die Flure erhalten einen Terrazzo-Boden, dazu kommt ein neues Beleuchtungskonzept, ein Leitsystem für Menschen mit einer Sehbehinderung, sowie automatische Außentüren. Auch die Personenunterführung im Bereich bis zum letzten Gleis wird neu gestaltet. Insgesamt soll bis Juni 2027 der optische Zustand aus der Bauzeit wiederhergestellt werden.[3]
Anschlüsse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Omnibusbahnhof befindet sich unmittelbar vor dem Bahnhofs-Gebäude.
Taxis stehen ein Stück westlich vom Haupteingang, bei dem Bus-Wendeplatz. Daran schließen sich die Haltestellen der SEV-, Regional- und Fernbusse an.
Geschäfte / Gastronomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eckert Bier, Buch, Presse & Tabak
- Die Blume im Bahnhof, Blumenladen Saur
- Bäckerei Veit (Hauptbahnhof)
- Imbiss Hendl Burg (Bahnhof) (2017-21 Gyros Akademie, davor: S-Bar, Imbiss-Stube)
- Gaststätte H.A.U.P.T.Bahnhof
- gegenüber: Café am See
- Fahrrad-Service-Punkt Bruderhausdiakonie
Nazidemo 2007
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2007 stand der Hauptbahnhof im Zentrum der Aufmerksamkeit, als hier eine angemeldete Demonstration der Jugendorganisation der NPD - als Kurzform hat sich der Begriff Nazidemo eingebürgert - stattfand und viele Tübinger Organisationen eine Gegendemonstration organisierten. Der gerade frisch im Amt eingeführte Oberbürgermeister Boris Palmer engagierte sich in vorderster Linie, um die Wogen zu glätten.
Zugausfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2019 fielen auf der Strecke zwischen Tübingen und Stuttgart in beiden Richtungen insgesamt 1933 Züge ungeplant aus.[4]
Alte Fotos
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Ansicht vom Dach der Thiepval-Kaserne auf den Hauptbahnhof und die Altstadt mit dem Schloss Hohentübingen
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Dampflokomotive der Württembergischen Staatsbahn in Tübingen, 1905
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Der Hauptbahnhof mit dem um 1910 abgerissenen Güterschuppen. Im Hintergrund das Schloss Hohentübingen. Aufnahme etwa von der Ecke Fürststraße/Christophstraße
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Bahnhofsfront mit neuem Anbau rechts, 1915
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Der Hauptbahnhof im Februar 2004
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- www.zeit-zeugnisse.de/Home/index_artikel,-150-Jahre-Bahnhoefe-in-Tuebingen-und-Rottenburg-_arid,136827.html 150 Jahre Bahnhöfe in Tübingen und Rottenburg im Geschichtsportal Zeit-Zeugnisse (nicht mehr online)
- gowal.la/s/21Xs "Besucher & Kommentare zu Hauptbahnhof Tübingen bei Gowalla" (nicht mehr online)
- Volkmar Kleinfeldt: www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/414409/display/24097809 "5. Oktober 1934 - Elektrisch von Stuttgart nach Tübingen!" (nicht mehr online)
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jürgen Sydow: "Bilder zur Geschichte der Stadt Tübingen", H. Laupp'sche Buchhandlung, 1980, Seite 185
- ↑ Schwäbisches Tagblatt vom 20. Oktober 1961 (Bildunterschrift rechts oben)
- ↑ Schwäbisches Tagblatt am 24.04.2026: Tübinger Hauptbahnhof bekommt ein Facelift (€)
- ↑ "Zwischen Stuttgart und Tübingen fielen 2019 fast 2000 Züge aus" auf www.tagblatt.de (24.01.2020)