Cord Soehlke
Cord Soehlke (* 1969 in Bielefeld) ist seit dem 2. April 2010 der Tübinger Baubürgermeister und seit Juli 2018 zusätzlich Erster Bürgermeister.
Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Cord Soehlke wurde 1969 in Bielefeld geboren, seine Jugend und Schulzeit verbrachte er in Halle/Westfalen. Seinen Zivildienst absolvierte er von 1988 bis 1990 in der Sophienpflege Pfrondorf, von 1991 bis 1996 schloss sich ein Architekturstudium an der Universität Gesamthochschule Kassel an. Nach dem Studium war Cord Soehlke als freiberuflicher Journalist tätig und arbeitete gleichzeitig für die Tübinger Südstadt-Entwicklung in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Planung und Vermarktung.
Von 2001 bis 2010 leitete Cord Soehlke das Stadtsanierungsamt der Universitätsstadt Tübingen, 2003 wurde er zudem Geschäftsführer der WIT (Bem: "Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen mbH"), Geschäftsbereich Grundstücksentwicklung. Wichtige Projekte waren die Südstadtentwicklung mit dem Französischen Viertel und dem Loretto, das Mühlenviertel, das Baugebiet am Alexanderpark und die Entwicklung der Alten Weberei (ehemals Egeria). Im Rahmen dieser Aufgaben ist Cord Soehlke Autor zahlreicher Vorträge und Veröffentlichungen zu Themen der Stadt- und Brachflächenentwicklung.
Cord Soehlke ist verheiratet, hat ein Kind und wohnte seit 1998 über 20 Jahre im Französischen Viertel, das er ja als Stadtsanierer maßgeblich mitentwickelt hat. So konnte er lange Jahre am eigenen Leib, aus eigener Anschauung erfahren, welche Art von neuem, gemischtem Stadtquartier dort entsteht. 2024 wurde bekannt, dass er mit seiner Familie aus privaten Gründen näher an die Altstadt gezogen ist, für die Stadtplaner: zwischen Europaplatz und Eberhardsbrücke.[1]
Zu Beginn zog er jedoch Ende der 1990er in eine WG im Stiefelhof in der Neustadtgasse; seine Frau hatte ein Atelier gegenüber, bevor er in das französische Viertel zog. Tübingen selbst kannte er bereits durch Verwandschaftsbesuche aus den 1980ern.
Wahl und Wiederwahl zum Bau- und Ersten Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der parteilose Diplom-Ingenieur und Architekt[2] wurde am 1. März 2010 vom Tübinger Gemeinderat mit 25 von 39 abgegebenen Stimmen für einer Periode von 8 Jahren gewählt. Die in Sindelfingen bei einem Automobilkonzern arbeitende Architektin Zeljana Holowitz unterlag mit 14 Stimmen.[3] 2018 wurde er in dieses Amt wiedergewählt. Im Juli 2018 wurde er zusätzlich zum Ersten Bürgermeister mit 30 von 37 Stimmen im Gemeinderat gewählt.[4]
Im Februar 2026 wurde bekannt, dass er im Juli für eine dritte Amtszeit kandidieren möchte.[5] Am 16. Juli desselben Jahres wurde er vom Gemeinderat erneut zum Bau- und Ersten Bürgermeister gewählt. Soehlke erhielt 34 von 37 Stimmen. Er war der einzige Kandidat. Zwei Mitbewerber hatte der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats nicht zur Vorstellung eingeladen.[6]
Das Amt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zu seinem Verantwortungsbereich als Baudezernent gehören der Fachbereich Baurecht, der Fachbereich Vermessung und Geoinformation, der Fachbereich Planen-Entwickeln-Liegenschaften, der Fachbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft und der Fachbereich Tiefbau. [7]
Seine Vorgängerin im Amt war Ulla Schreiber, die wie die meisten (oder alle?) Vorgänger in Tübingen nicht aus der Tübinger Verwaltung in ihr Amt kam.[3]
Quellen und Pressestimmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ www.taz.de: "Da wächst was"
- ↑ www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Vier-Kandidaten-fuer-das-Amt-des-Tuebinger-Baubuergermeisters-duerfen-sich-vorstellen-_arid,93058.html
- ↑ 3,0 3,1 www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Gemeinderat-waehlt-Cord-Soehlke-zum-Baubuergermeister-_arid,93762.html
- ↑ https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Cord-Soehlkes-letzte-Wahl-in-diesem-Jahr-380317.html, 23.7.2018
- ↑ Artikel "Soehlke kandidiert wieder" im Tagblatt am 7. Februar
- ↑ Schwäbisches Tagblatt am 16.07.2026: Der Gemeinderat hat Cord Soehlke wieder zum Bürgermeister gewählt
- ↑ www.tuebingen.de/bbm