Astronomische Uhr

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Die Astronomische Uhr sitzt über einer Uhr mit Stundenzifferblatt im Schmuckgiebel des Rathauses.

Die Astronomische Uhr


Entstehung[Bearbeiten]

Der Tübinger Mathematiker, Physiker und Astronom Johannes Stöffler (1452 - 16. Februar 1531) konstruierte die Uhr 1511 in seiner Werkstatt in Jungingen. Von 1522 - 1530 bewohnte er mit seinen Studenten das Gebäude Kronenstraße 11 am Marktplatz (Herberge "Zur Krone", heute Café Ranitzky), von wo er die Astronomische Uhr sehen konnte.

Die Uhr war bis zum Jahr 1849 in einem Erker im ersten Stock des Rathauses untergebracht. Beim Umbau dieses Stockwerkes wurde die astronomische Uhr dann weiter nach oben in den Ziergiebel im vierten Obergeschoss versetzt.

Seit 1979 wird die Uhr durch eine Synchron-Hauptuhr mit Quarz-Steuerung gesteuert, gleichzeitig erhielt sie ein Glockenspiel mit "Kopenhagener Rathausschlag". Dieses spielt - nach Anwohnerprotesten - seit 1988 nur noch um 9, 12, 16 und 18 Uhr.

1993 konnte das alte Uhrwerk restauriert und wieder instand gesetzt werden. Seitdem geht die astronomische Uhr wieder störungsfrei und astronomisch genau.

Jubiläum[Bearbeiten]

Am 31. März 2011 wurde das fünfhundertjährige Jubiläum des Bestehens der Uhr begangen. Beim Festvortrag gab es Führungen und Vorträge der ehrenamtlichen Uhrenführer Martin Boertzel und Wolfgang Binder.

Am Samstag, 2. April 2011 fanden zwei Sonderführungen statt, bei denen, nach dem Blick in die Uhrenstube auf der Rathausbühne, die komplizierte Mechanik erklärt wurde.

Das Originalzifferblatt ist im Stadtmuseum zu besichtigen: Es wurde mit Mitteln der Freunde des Stadtmuseums 2010 renoviert. Erläuterungen zum Zifferblatt und dessen Restaurierung gibt es im auf www.tuebingen.de/astrouhr und bei Führungen im Stadtmuseum.

Am Dienstag, 5. April 2011 begannen wieder die regelmäßigen monatlichen Führungen.[1]

Führungen zur astronomischen Uhr[Bearbeiten]

Immer am ersten Dienstag von April bis Oktober finden kostenlose Führungen zur Astronomischen Rathausuhr statt. Nach den ersten Erläuterungen vom Marktplatz aus (Fernglas nicht vergessen) können die Gäste die Uhrenstube im Rathausgiebel besichtigen, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist. Ein Besuch im kleinen Sitzungssaal rundet das Programm ab. Der Treffpunkt ist jeweils 10 Uhr vor dem Rathaus, die Führungen sind kostenlos.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]