Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Wennfelder Kapelle

Aus TUEpedia
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Die heute nicht mehr existierende Wennfelder Kapelle oder Nikolauskapelle stand auf einem Grundstück das heute durch die Eisenhutstraße, den Wennfelder Garten und den Görlitzer Weg eingegrenzt wird. Auf einer Flurkarte von 1935 (vor dem Bau der Burgholzkaserne angefertigt) ist dieses Grundstück noch mit dem Eigentümer "Stiftungspflege Tübingen" bezeichnet[1].

Die Kapelle wird 1330 erstmals urkundlich erwähnt. 1569 wird geschrieben: "Garten zu Wendtfeldt, darauf vor jarn ein cappelin oder Kirchlin zu St. Niclausen". Somit war die Kapelle bereits im 16. Jahrhundert abgerissen. In der 1591 erschienen Schwäbischen Chronik schreibt Martin Crusius über die Kapelle im Zusammenhang mit der Welfenschlacht von 1164. Ein handschriftliche griechische Bemerkung in seinem Handexemplar (erhalten in der Universitätsbibliothek) berichtete davon, dass diese Kapelle zum Schluss zu einem Bordell verkommen war.[2]

Andere Quellen halten es für wahrscheinlich, dass die Kapelle wegen der häufigen Überschwemmungen errichtet worden sei, damit hier das Wasser umwende (= umkehre) deshalb habe man sie auch dem heiligen Nikolaus als Patron des Wassers gewidmet. Im Kusterdinger Wald findet sich noch die sogenannte Wendackerklinge.[3]

Somit steht die Kirch am Eck in unmittelbarer Nähe zu dieser alten Kapelle. Der Platz dieser modernen kirchlichen Räume steht somit in der Tradition der alten Kapelle.


So sieht's der Vogel heute[Bearbeiten]

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Die zur Zeit (März 2019) sichtbaren Wohnblöcke sind bereits abgerissen und eine Baustelle für eine Tiefgarage und mehrere Wohnblöcke sind jetzt an der Stelle.


Quellen[Bearbeiten]

  1. "Wennfeld - von der alamannischen Siedlung zum städtischen Quartier, Johanna Petersmann, Kulturamt Tübingen 1998, Seite 13
  2. "Wennfeld - von der alamannischen Siedlung zum städtischen Quartier, Johanna Petersmann, Kulturamt Tübingen 1998, Seite 15f
  3. Belagerung Tübingens durch den Herzog von Spolero. In: Heinrich Ferdinand. Eisenbach: Beschreibung und Geschichte der Universität und Stadt Tübingen. Seite 11-12.