Goldersbach

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Goldersbach
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Unteres Goldersbachtal, Bebenhäuser Straße
Mündung des Goldersbachs in die Ammer beim Uni-Sportgelände
Blick von der Buchhalde bei der Aspenhau-Siedlung auf das Goldersbachtal nach Norden. Die Häuser gehören zu Lustnau.
Hochwasserdamm im Goldersbachtal bei Lustnau

Der Goldersbach fließt von den Höhen des Schönbuchs nach Osten und dann nach Süden. Bei der Teufelsbrücke vereinigt sich der Große mit dem Kleinen Goldersbach zum Goldersbach. Er fließt an Bebenhausen vorbei und mündet in Lustnau in die Ammer, die ein paar Hundert Meter weiter in den Neckar strömt.


Pflanzen[Bearbeiten]

Allein das räumlich eng begrenzte Goldersbachtal beheimatet knapp 400 Pflanzen- und über 90 Moosarten.[1] [2]

Im Goldersbachtal oberhalb der Teufelsbrücke sowie in den Tälern des Fischbachs und der Lindach, den beiden Quellbächen des Goldersbachs, finden sich viele Feuchtwiesen, die extensiv bewirtschaftet werden. Besonders auffällig sind die Massenbestände an Trollblumen, die man vor allem im Frühling dort finden kann. Zudem stellen diese Feuchtwiesen wertvolle Standorte für Orchideen dar.

Die Wiesen werden heute nur noch teilweise landwirtschaftlich genutzt. Um die Artenvielfalt zu erhalten und die natürliche Sukzession zu verhindern, müssen sie wenigstens einmal im Jahr gemäht werden. Die Forstverwaltung lässt diese Wiesen deshalb im Frühsommer mähen, um ein allmähliches Verbuschen des Tals zu verhindern.[3]


Korrekturen[Bearbeiten]

Wie alle Gewässer um Tübingen wurde auch der natürliche Verlauf des unteren Goldersbaches "korrigiert", also in ein teilweise künstlich gegrabenes Bachbett verlegt. In Lustnau geschah diese Verlegung des Goldersbaches und eine damit einhergehende Regulierung der Ammer Ende 1913. Hiermit entstand die neue Alberstraße.[4] Im Jahr 2011 wurde ein Hochwasserdamm oberhalb von Lustnau gebaut, dessen Schiebetüre bei Hochwassergefahr von der Lustnauer Feuerwehr geschlossen werden kann.


Siehe auch[Bearbeiten]


Zuflüsse[Bearbeiten]



Quellen[Bearbeiten]

  1. Förderverein Schönbuch e. V., Forstdirektion Tübingen: 30 Jahre Naturpark Schönbuch; 2002.
  2. Feuchtwiesen im Schönbuch auf Wikipedia.
  3. Werner Schaal: Der Schönbuch, Bilder einer Waldlandschaft. Silberburg-Verlag, Tübingen 2007, ISBN 978-3-87407-737-8.; Seite 32, 76, 90, 97.
  4. Stadtchronik 1913