Neckartor

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Rote Sandsteintafel in der Neckargasse am Platz des ehemaligen Neckartores. Dargestellt ist eine historische Ansicht des Tores von der anderen Neckarseite aus. (Hotel Domizil) Darunter: Werbeschild des ansässigen Restaurants La Torre.
Neckartor (3. Viertel 19. Jhdt.) mit den zwei äußeren der ursprünglich vier Pfeiler des Tores von 1805, das noch bis 1831 geschlossen wurde
Obere alte Neckarbrücke um 1858. Links die Torpfeiler zur Neckargasse. Bildmitte/rechts: Uhlandhaus, links daneben das kleine Torwarthaus (dort wurde später die Mühlstraße durchgebrochen), ganz links die Neumühle

Das Neckartor war eines der fünf Stadttore der alten Stadtmauer Tübingens. Es stand etwa dort, wo heute die erst 1887 fertiggestellte Mühlstraße mit der Neckargasse zusammentrifft. Es war neben dem Hirschauer Tor das einzige am Neckar, hatte aber im Gegensatz zum Hirschauer Tor die seit dem 15. Jahrhundert aus Stein gebaute Neckarbrücke vor sich und wurde deshalb als Zugang zur Stadt sehr stark frequentiert. Es wurde etwa Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet. Der Theologiestudent Friedrich August Köhler bemerkte 1791 außer der am Torbogen sichtbaren Jahreszahl 1539 noch andere aus den Jahren 1570 und 1571[1]. Der Tor-Turm stand etwa dort, wo heute das Gebäude Neckargasse 18 (heute "Calzedonia Mode") und 27 ("Telekom-Shop") sind.


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Der Turm des Tores wurde Ende Mai 1805 als erstes der mittelalterlichen Stadttore abgebrochen, um der Gasse "mehr Licht und Luft" zu verschaffen. An seiner Stelle wurde eine neue, einfache Toranlage aus vier Pfeilern mit einem Gittertor errichtet, die bis Januar 1831 noch vom Torwart jeden Abend, wie schon im Mittelalter, geschlossen wurde. Außerdem hatte man "Pflastergeld" zu zahlen. Während dieses im Mittelalter für Personen, Pferde und Wagen erhoben wurde, die in die Stadt wollten, wurde es Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch für Pferde und Ochsen verlangt, die die Stadt verließen.[2]


Quellen[Bearbeiten]

  1. "Das Tübinger Stadtbild im Wandel" Kulturamt Stadt Tübingen, S. 93 (1994)
  2. "Das Tübinger Stadtbild im Wandel" Kulturamt Stadt Tübingen, S. 94 (1994)