Charlottenstraße

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CharlottenstraßeGeo-Cache leeren
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Anliegerstraße
OberflächeAsphalt
Höchstgeschwindigkeit30 km/h
Einbahnstraßenein
Beleuchtetja
Bürgersteignicht vorhanden, beidseitig
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Blick nach Westen von der Föhrberg Abzweigung
(2015)

Ansicht aus www.mapillary.com

Die Charlottenstraße verläuft parallel zur Herrenberger Straße von der Frondsbergstraße zur Stöcklestraße. Von ihr zweigen die Justinus-Kerner-Straße, der Föhrberg, Im Geigerle und ein Sackgassen-Arm der Charlottenstraße ab.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße ist nach Charlotte zu Schaumburg-Lippe benannt, die als Gattin von Wilhelm II. die letzte Königin von Württemberg war.[1] Charlotte zeigte sich den Entwicklungen der Moderne gegenüber sehr aufgeschlossen und war sozialpolitisch sehr engagiert. Sie übernahm von ihren Vorgängerinnen 32 Protektorate über soziale und karitative Einrichtungen. Neben vielen anderen gehörten das Diakonissenwesen, der Schwäbische Frauenverein, die Zentralleitung für Wohltätigkeit, die Württembergische Sparkasse und das Rote Kreuz dazu. Bei den Schirmherrschaften, die sie persönlich als Königin übernahm, fällt ein besonderes Interesse für die „Selbständigmachung der Frauenwelt“, wie es ein zeitgenössischer Beobachter nannte, auf.

Charlotte als Königin von Württemberg. Gemälde in ihrem Schlafzimmer im Jagdschloss Bebenhausen

Zwar engagierte sich Charlotte nicht persönlich in der Frauenbewegung, aber sie signalisierte Übereinstimmung mit deren Zielen, indem sie Protektorate für Einrichtungen übernahm, die die Verbesserung weiblicher Belange im Blick hatten. Mit ihrer Autorität als Königin unterstützte Charlotte vor allem Bildungseinrichtungen, in denen Mädchen zu selbständiger Berufstätigkeit ausgebildet werden sollten. Ganz besonders zeigte sich ihr frauenpolitisches Engagement in der Patenschaft für den Württembergischen Malerinnenverein.[2]

Nach der Novemberrevolution 1918 und dem Tod ihres Mannes 1921 führte Charlotte als Herzogin von Württemberg ein zurückgezogenes Leben in Bebenhausen. Bei seinem Rücktritt hatte Wilhelm II. mit dem württembergischen Staat für sich und seine Frau ein lebenslanges Wohnrecht im Schloss Bebenhausen und eine jährliche Rente vereinbart. Neben der staatlichen Apanage erhielt Charlotte von der Herzoglichen Hofkammer einen Zuschuss für die Hofhaltung. Nach dem Tod ihres Mannes lebte Charlotte noch fünfundzwanzig Jahre in Bebenhausen. 1944 erlitt sie einen Schlaganfall, der sie zwang, die beiden letzten Jahre ihres Lebens im Rollstuhl zu verbringen.

Sie starb am 16. Juli 1946 im Alter von 81 Jahren in Bebenhausen. Sie wurde, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, auf dem Alten Friedhof in Ludwigsburg an der Seite ihres Mannes beigesetzt.

Straßenschild
Häuser 9, 11 und 13


Was hier ist/war[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Staatsanwaltschaft Tübingen: Derzeit in einem Gebäude von 1970 auf dem oberen Gelände der ehemaligen Brauerei Marquardt. Die Staatsanwaltschaft soll in einen ab 2021 geplanten Neubau auf den Mühlbachäckern umziehen; das bisherige Gebäude wird wohl in Wohnungen umgebaut.
  • Nr. 22: Hier stand das Büro und Stadtwohnhaus des Architekten Heinrich Niemeyer (1936-2010), an dessen Stelle ab 2016 ein Neubau entstand.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So sieht's der Überflieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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