Zoologische Schausammlung

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Außenansicht der Schausammlung

Die Zoologische Schausammlung des Lehrstuhls für Vergleichende Zoologie der Universität liegt in der Sigwartstraße 3. Sie ist ein Teil des MUT. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Mi. und Do. von 9-12 und 13-16 Uhr.

Die folgenden Exponate sind besonders interessant:

  • Amsel: Ein ausgestopftes Präparat einer Teilabinotischen Amsel. Albinismus muss nicht immer den ganzen Körper betreffen, es kann auch durchaus vorkommen, dass nur in Teilen des Körpers kein Pigment gebildet wird, was dann oftmals ein gesprenkeltes oder geschecktes Aussehen zur Folge hat.
  • Ameisenbär: Eine Wirbelsäule eines Ameisenbärs, die den ungewöhnlichen Bau dessen Wirbel zeigt. Diese besitzen anders als bei den meisten Wirbeltieren zusätzliche Ausläufer, über die die einzelnen Wirbel gelenkartig verbunden sind.
  • Antilope: Eine Kopftrophäe einer Saigaantilope (Saiga tatarica) hängt im Treppenhaus der Zoologischen Schausammlung. Die Kopftrophäe ist bemerkenswert, nicht nur weil Saigas ohnehin unglaublich seltsam aussehen, sondern auch wegen der recht einfachen und altmodischen Ausführung dieses Präparates.
  • Biber: Ein Schädel eines Bibers, bei dem die Nagezähne in voller Länge freigelegt worden sind, um die Nagezähne in ihrem Verlauf innerhalb der Kiefer darzustellen. Dabei sieht man auch, wie lang die Wurzeln im Vergleich zum normalerweise sichtbaren Teil der Zähne sind. Die äußere Schicht der Schneidezähne nutzt sich beim Nagen schneller ab als die innere, dadurch ensteht die typische Meiselform von Nagetierschneidezähnen, welche dafür sorgt, dass sie immer scharf bleiben.Biu
  • Bussard: Ein ausgestopftes Präparat einer hellen Farbvariante des Mäusebussards. Interessant an den Bussarden ist die große Breite unterschiedlich heller und dunkler Farbmorphe, die es auch in allen möglichen Zwischenformen gibt.
  • Huhn: Ein ausgestopftes Exemplar eines Rackelhahns ist die ungesöhnliche Kreuzung zwischen einem Auerhahn (Tetrao urogallus), und einem Birkhuhn (Lyrurus tetrix). Kreuzungen zwischen Auerhahn und Birkhenne sind aus der Natur nicht bekannt, wurden aber in Gehegen schon mehrmals gezogen. Rackelhähne gelten als eingeschränkt fortpflanzungsfähig. Seit 2004 ist das Rackelwild geschützt. Rackelhühner waren schon den Zoologen des 18. Jahrhunderts als Nachkommen von Auerhuhn und Birkhuhn bekannt, wurden aber später von einigen Autoren als eigenständige Art angesehen.
  • Papagei: Ein besonders schönes ausgestopftes Exemplar eines Karolinasittichs (Conuropsis carolinensis) repräsentiert eine ausgerottete Papageienart aus der Unterfamilie der Neuweltpapageien. Es handelte sich damit um die einzige Papageienart, die natürlich im Gebiet der USA vorkam. Das Verbreitungsgebiet ist nicht vollständig gesichert, erstreckte sich aber vermutlich vom Tal des Ohio bis zum Golf von Mexiko.

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