Windkraft in und um Tübingen

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Von den Stadwerken Tübingen mitfinanzierte Windräder im Windpark Neunkirchen bei Miltenberg
Windpark Neunkirchen bei Miltenberg

Windkraft in und um Tübingen bietet ein bisher weitgehend ungenutztes Potenzial zur Stromgewinnung.

Ein Zeichen für regionale Energieversorgung: das lebendige Windrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Samstag, 16. Mai 2026 rief die Stadt Tübingen dazu auf, sichtbar z.B. durch die Stadtwerke und OB Boris Palmer, ein Zeichen "für nachhaltige Mobilität und regionale Energieversorgung" setzen - und die große Zahl der Unterstützenden dafür sichtbar machen, indem sich auf dem Festplatz (Zeitpunkt: 15 Uhr) über 500 Menschen zu einem möglichst bunten lebendigen Windrad aufstellen, das dann von oben - z.B. mit einer Drohne - als solches zu erkennen ist.

Im Juni 2025 war bei so einer Aktion in Herrenberg ein Weltrekord aufgestellt worden - mit 598 beteiligten Menschen. Um das Vorhaben noch besser publik zu machen, hatte Boris Palmer eine Wette angeboten, dass es mindestens 500 werden. [1]

Menschen stellen sich auf für das "lebendige Windrad" auf dem Festplatz

Trotz nicht ganz optimalen Wetters kamen ca. 1230 Menschen zusammen, der Weltrekord aus Herrenberg war geknackt.[2] Allerdings dauerte das Rekordhalterfeeling nur 13 Tage: bei einer ähnlichen Aktion in Hamm (Westfalen) kamen über 2000 Menschen zusammen.[3]

Tübinger Windkrafträder im Odenwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtwerke Tübingen haben in einem Windpark in Neunkirchen bei Miltenberg im Bayerischen Odenwald für 10 Mio. Euro zwei im Bau befindliche Windkrafträder erworben, die im Oktober 2013 in Betrieb gingen. Die Nabenhöhe dieser Turbinen beträgt mit Fundament 141 Meter: Die beiden etwa 80 Meter hohen Stahlbetontürme werden jeweils durch einen 58 Meter hohen Stahlturm verlängert, so dass die 60m langen Rotorblätter eine Kreisfläche mit 120m Durchmesser durchlaufen.[4] [5]

Video vom Transport und der Installation der Rotorblätter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlaufstelle im Tübinger Regierungspräsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regierungspräsidium Tübingen hat ein „Kompetenzzentrum Energie“ als zentrale Anlaufstelle zum Thema erneuerbare Energien, insbesondere der Windenergie, geschaffen. Dessen Mitarbeiter unterstützen und beraten Bürger, Kommunen, Planungsträger und Investoren in genehmigungsrechtlichen und planerischen Fragen bei der Umsetzung der Energiewende und vermitteln zwischen den verschiedenen Fachbereichen im Regierungspräsidium, den beteiligten Ministerien und Behörden.[6]

Konzentrationszonen für die Nutzung der Windenergie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windrad in der Ammergasse

Die Stadtwerke Tübingen haben 2011 ihre Absicht bekundet, auf Tübinger Markung Windkraftanlagen zu errichten und bewertet, ob als Standorte für Windkraftanlagen der Spitzberg, Kreßbach und der Steinenberg geeignet sind. Aufgrund der relevanten Rahmenbedingungen werden inzwischen ausschließlich Standorte im Rammert weiterverfolgt, für die bereits eine Windpotenzialstudie vorliegt. In diesem Bereich wäre es grundsätzlich möglich, vier Anlagen zu errichten. Aufgrund entsprechender Pachtanfragen der Stadtwerke Tübingen hat die Stadtverwaltung Tübingen eine vorläufige Reservierung von stadteigenen Flächen vorgenommen.[7]

Mit der Definition von „Konzentrationszonen für die Nutzung der Windenergie“ schuf die Universitätsstadt Tübingen 2012 prinzipiell die Voraussetzungen für die Steuerung von Windkraftanlagen auf ihrer Gemarkung. Damit sollte ein substanzieller Beitrag für die Erzeugung von Energie aus regenerativen Energiequelle erzielt werden, um die Energiewende voranzubringen.[7]

Windkraftanlagen am Großholz zwischen Kusterdingen und Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2023 wurde ein Fortschritt erzielt, was einen möglichen Windkraftstandort Windpark Großholz - von 3 Windrädern war die Rede - zwischen Kusterdingen und Tübingen am Rammertrand betraf.[8] Wegen Einspruchs der Bundeswehr, die dort eine, lt. deren Aussage nicht verschiebbare, Teststrecke für Militärhubscharuberflüge hat, ist das Projekt Stand Januar 2025 vom Tisch.[9]

Windkraftanlagen im Rammert zwischen Neckartal und Dußlingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2025 wurden die möglichen Standorte für 13 Windkraftanlagen im ausgewiesenen Windvorranggebiet im Rammert veröffentlicht. Das Gebiet liegt zwischen Dußlingen, Kressbach, Weilheim, Kilchberg und Bühl und ist 646 Hektar groß.[10]
Im Februar 2026 wurde bekannt, dass die Stadtwerke Tübingen die Anzahl der Windräder von 13 auf 10 verringern möchten. Laut OB Palmer rechnen sich die drei gestrichenen Anlagen nicht.[11] Mehr dazu im Artikel Rammert.

Weitere Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



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