Tübinger Tafel

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Tübinger Tafel e.V.
AdresseEisenbahnstraße 57
72072 Tübingen
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Die Tübinger Tafel e.V. ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, die qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die im Einzelhandel nicht mehr verwendet und ansonsten vernichtet würden, an Bedürftige verteilt. Die Tübinger Tafel ist Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e.V.


Gründungszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein entstand mit der Gründungsversammlung am 9. Juni 1998[1] aus einer Initiative von drei Tübinger Kirchengemeinden: der evangelischen Jakobusgemeinde, der katholischen Kirchengemeinde Sankt Johannes und dem evangelisch-methodistischen Gemeindebezirk Tübingen.[1] Schirmherr war der damalige Erste Bürgermeister der Stadt Tübingen, Gerd Weimer. Das nötige Startkapital kam hauptsächlich vom Lions Club Reutlingen/Tübingen und aus Spenden der Kirchengemeinden. Mit diesem Geld konnten ein Ladenlokal in der Schwärzlocher Straße 6 angemietet und ein Lieferwagen angeschafft werden. Nach etwa 6 Monaten Umbauzeit wurde am 30. März 1999 der Tafelladen eröffnet.[1] 35 ehrenamtliche Mitarbeiter konnten pro Öffnungstag ca. 125 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgen.[2]

Der Laden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2005 [1] zog der Verein aus Platzmangel in neue und besser ausgestattete Räume um. Seitdem befand sich das Ladenlokal in der Katharinenstraße 29 (Hinterhof) im Stadtgebiet Loretto. Ab dem 11. September 2018 ist der Tafelladen im Alten Güterbahnhof-Areal, Eisenbahnstraße 57 an der Kreuzung mit der Depotstraße.[3] Bushaltestelle Alter Güterbahnhof der Linie 1.

Im März 2009 feierte die Tübinger Tafel das zehnte Jahr ihres Bestehens. Mit inzwischen etwa 110 ehrenamtlichen Helfern, hat sich das Angebot seit der Gründung wesentlich erweitert. 480 Haushalte mit insgesamt über 1000 Personen wurden 2009 mit Lebensmitteln unterstützt.[4] Durch den Zuwachs an bedürftigen Haushalten allgemein und besonders auch die 2022 aus der Ukraine hierher geflüchteten Personen sind es im Mai 2022 620 Haushalte mit rund 1.700 Personen geworden, darunter fast die Hälfte Kinder.[5] Wegen des gewachsenen Bedarfs musste schon 2015 die Ausgabe auf einmal wöchentlich pro Person und Haushalt beschränkt werden.

Die Tübinger Tafel funktioniert nur durch die engagierte Hilfe ehrenamtlicher MitarbeiterInnen und finanziert sich ausschließlich aus Spenden.[6] Von den Nutzern wird nur ein Unkostenbeitrag von 2 Euro erhoben.

Bezugsberechtigte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landratsamt Tübingen bietet eine sogenannte BonusCard allen Personen in Tübingen an, die Anspruch auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld-II-Leistungen (Hartz 4) haben, außerdem Asylbewerber/- innen, sowie Familien und Einzelpersonen, wenn ihr Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Besitzer der BonusCard können im Laden der Tübinger Tafel einkaufen und erhalten daneben Preisnachlässe für Angebote und Dienstleistungen in den Bereichen Freizeit, Konsum, Kultur und Verkehr. Die BonusCard ist erhältlich im Bürgeramt Schmiedtorstraße 4, 72070 Tübingen (Tel.: 07071 / 204 20 20)[7] und im Landratsamt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]