Zeitungseiche

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Der Flurname Zeitungseiche bzw. auch Bei der Zeitungseiche direkt nördlich des nördlichsten Punkt des Tübinger Stadtgebietes bei der Waldklause Henne entstand durch die Nutzung einer Eiche als Briefkasten für das Hofgut Einsiedel.

Die angebliche Zeitungseiche im Jahre 1910 in der Ausgabe 1911 der Tübinger Blätter.


Albert Knapp berichtete in den 1860er Jahren, dass früher dort eine tote Eiche mit einem auf der Rückseite eingehauenem Fach gestanden wäre, in die damals die Postkutsche auf dem Weg zwischen Waldenbuch über Dettenhausen nach Pfrondorf und Tübingen Post und sogar auch Geldpakete abgelegt wurden. Diese Sendungen wurden dann vom ca. 2 km entfernten Hofgut Einsiedel dort abgeholt. Er berichtet, das diese Eiche bereits "weggehauen" war. Somit muss die Zeitungseiche bereits um 1860 gefällt oder umgekippt worden sein.

Dennoch wurde Anfang 1912 in der Tübinger Chronik eine am 21. Dezember 1911 etwa an der Stelle durch einen Sturm umgefallene andere Eiche als Zeitunsgeiche bezeichnet.[1]. Die Tübinger Blätter hatten an dieser Darstellung vom Schwäbischen Tagblatt bereits in ihrer erst 1912 erschienen Ausgabe des Jahres 1911 Zweifel, da dem im Sturm (hier mit dem Datum 24. Dezember 1911) umgefallenen Baum das eingehauene Fach fehlte.[2]


Quellen[Bearbeiten]

  1. Schwäbisches Tagblatt, Ausgabe vom 24. Dezember 2011, Seite 34, Rubrik "Regionale Kultur"
  2. Tübinger Blätter Ausgabe 1911, Seite 57


Luftbild[Bearbeiten]

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