Wilfried Schmidt Maschinenbau

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Wilfried Schmidt Maschinenbau
Wilfried Schmidt Maschinenbau Aixer Straße Tübingen.jpg
company
AdresseAixer Straße 44
72072 Tübingen
Telefon07071.38870
Webhttp://www.nabendynamo.de
BetreiberWilfried Schmidt
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Schmidt Maschinenbau in der Aixer Straße 44 ist einer der größten Gewerbebetriebe im Französischen Viertel und stellt neben den selbst entwickelten hochwertigen Fahrradnabendynamos auch Fahrrad-Scheinwerfer und Blattschleifmaschinen her. Während des Viertelsfest kann man die Produktionsräume mit fachkundigen Erläuterungen besichtigen.

Hauptprodukt Nabendynamos[Bearbeiten]

Die Fahrrad-Nabendynamos sind unter dem Namen "SON Nabendynamo" im Handel. Wobei "Son" für "Schmidts Original Nabendynamo" steht. Ein an der Hauswand angebrachte Felge mit Nabendynamo und angeschlossenem Fahrradscheinwerfer erlaubt jedem Passanten zu jeder Zeit einen solchen Fahrrahrdynamo auszuprobieren. Die Lichtstärke ist deutlich über allen anderen Fahrraddynamo angetriebenen Scheinwerfern. Die Leichtgängigkeit ist sehr gut.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 25. Juni 1987 meldete Wilfried Schmidt ein Gewerbe in der Garage seiner Eltern in Thalfingen bei Ulm an. Neben seinem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart entwickelte und baute Schmidt Maschinen zur Herstellung von Klarinettenblättern. 1990 entwickelte er einen Getriebenabendynamo. Ein nach der deutschen StVZO zulassungsfähiger Prototyp wurde auf der IFMA (Internationale Fahrrad- und Motorradausstellung) im gleichen Jahr in Köln präsentiert. Seine Diplomarbeit verfasste Schmidt 1991 über Getriebe-Nabendynamos. Er mietete Werkstatträume in Ulm und entwickelte eine Blattschleifmaschine weiter. Die 'BKM 4', die bis heute gebaut wird, ermöglicht erstmals alle Arbeitsgänge zur Herstellung von Klarinettenblättern mit einem Gerät: In den folgenden Jahren wurden bis zu 50 Maschinen pro Jahr gebaut und verkauft.

1992 entwickelte Schmdit einen neuen, getriebelosen Nabendynamo in einer mit konventionellen Metallbearbeitungsmaschinen ausgerüsteten Metallwerkstatt sowie einen selbst gebauten Prüfstand. Der Dynamo wurde zum Patent angemeldet und auf der IFMA im Oktober 1992 vorgestellt. Er stieß auf großes Interesse, auch weil gleichzeitig der Schweizer Hersteller DT eine sehr innovative Lichtanlage mit (Getriebe-)Nabendynamo vorstellte.

Zusammen mit der Firma UNION erfolgte die Markteinführung des UNION-Nabendynamos 'Wing', noch vor dem Serienstart des DT-Swiss-Dynamos. Sowohl bei Schmidts als auch bei DT Swiss gab es wegen vieler „Kinderkrankheiten“ zahlreiche Rückläufer. Im Herbst 1993 meldete UNION Konkurs an und wurde von einem dänischen Hersteller übernommen.

Ende des Jahres 1994 zog die Firma in einen Altbau im Französischen Viertel in Tübingen (ehemalige Hindenburg-Kaserne).[1]

1995 folgte die Vorstellung von „Schmidts Original Nabendynamo“ auf der Intercycle in Köln. In Ulm ging der Dynamo in die eigene Produktion. Als Zubehör wurde ein von Schmidt modifizierter 'Lumotec'-Scheinwerfer von Busch & Müller angeboten. Daneben bietet die Firma die selbst entwickelten „Edelscheinwerfer” E6 und Edelux an. Zunehmend baut Schmidt Maschinenbau immer mehr Sonderausführungen für Spezialfahrräder wie Liegezweiräder, -dreiräder und Falträder.

Selbstdarstellung[Bearbeiten]

"1992 stellte Wilfried Schmidt den Prototyp eines getriebelosen Nabendynamos vor, der die erforderlichen 3 Watt Nennleistung bringt und trotzdem nur wenig mehr wiegt als ein Walzendynamo und eine gute Vorderradnabe zusammen. Die ersten Nabendynamo-Bauteile entstanden in der elterlichen Garage in Ulm. 1995 erfolgte der Umzug nach Tübingen ins Französische Viertel. Im Erdgeschoss von zwei genossenschaftlichen Bauprojekten wird Schmidts Original Nabendynamo (SON) mit viel Handarbeit und Sorgfalt hergestellt. Mittlerweile gibt es 18 MitarbeiterInnen." (Zitat aus den Internetseiten der Firma [1])

"2009: Mit inzwischen 30 Mitarbeitern werden jetzt 14000 Nabendynamos und über 8000 Scheinwerfer im Jahr produziert. (Zitat aus den Internetseiten der Firma [2])

Quellen[Bearbeiten]