Süßenloch
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| Beleuchtet | ja |
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Süßenloch oder Im Süßen Löchle ist eine Gasse in der Unterstadt zwischen Ammergasse, Judengasse und Hasengäßle. Sie liegt in dem im Mittelalter hier befindlichen Judenviertel. Die Ansiedlung entstand höchstwahrscheinlich vor der Stadterweiterung von 1280 und wurde dann in die Stadt einbezogen. Sie bildete ein durch Tore abgeschlossenes, ghettoartiges Wohnviertel mit etwa 30 Häusern. Es wurde 1477 mit der Ausweisung seiner Bewohner durch Graf Eberhard im Bart aufgelöst.
Die Häuser zählen postalisch größtenteils zur Judengasse, zwei zur Haaggasse und eins zum Hasengäßle. Somit ist Süßenloch nur eine inoffizielle Bezeichnung.
Der Name geht wohl auf einen einst hier wohnenden "Jud Süß" oder "Süßlich" zurück.[1]
Inoffiziell ist auch der Name "Storchengasse" für das nördliche Verbindungsstück zur Ammergasse, an deren Ecke die Gaststätte Storchen ist. Außerdem gab es früher öfters Storchennester auf Häusern der Unterstadt.[2]
Noch heute befinden sich in den Kellern der Gebäude Judengasse 1, 3A und 7 Wassergruben, die vielleicht von rituellen Bädern herrühren, was umstritten ist.[3]
Ein nur ca. 60 cm schmaler Durchgang führt im Westen, südlich am Gebäude Hasengäßle 2 vorbei, zum Hasengäßle.
Alte Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Blick zum "Süßen Löchle" vor dem Ersten Weltkrieg
Im "Süßen Löchle" auf einer Postkarte von Fritz Schimpf (um 1910)
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Stadtrundgang zu den Spuren jüdischen Lebens auf www.tuebingen.de
- ↑ Auskunft der Besitzerin des Hauses Judengasse 5 am 19.9.2025
- ↑ Segne Israel: Die Geschichte der Tübinger Juden