Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Richard Dollinger

Aus TUEpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche
Verbindung Normannia
A.G. Stuttgardia
A.V. Virtembergia
Ak. Ges. Rothenburg (altes Foto)

Richard Dollinger (* 11. Juli 1871 in Stuttgart; † 11. Dezember 1954 ebd.) war ein Architekt und Regierungsbaumeister in Stuttgart.


Er studierte u.a. beim Vater (s.u.) am Stuttgarter Polytechnikum. Studienreisen führten ihn in die Niederlande, nach Italien und Frankreich. Er errichtete öffentliche Gebäude und Wohnbauten in Stuttgart und Umgebung, oft in barockisierenden Formen. Beispiele seines Wirkens in Stuttgart: Zeppelin-Gymnasium (1912), Umbau und Sanierung des Altstadtblocks Eberhard-/Nadler-/Steinstraße, Entwurf des Bocksprungbrunnens.


In Tübingen baute er mehrere Verbindungshäuser, so die Normannia (1905), Stuttgardia (1909), Rothenburg (1910) und Virtembergia (1912). "Entscheidend für die Entwicklung Dollingers und seines Verständnisses von 'Verbindungsarchitektur' dürfte der Einfluss seines Lehrers, des in Berlin ansässigen Alfred Messel, gewesen sein." [1]


Sein Vater Conrad von Dollinger (1840-1925) war ebenfalls Architekt. Er entwarf 1876 die Wandmalerei an der Hauptfassade des Tübinger Rathauses in Sgraffitotechnik nach süddeutsch-schweizerischen Vorbildern des 16. Jahrhunderts.



Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Wilhelm G. Neusel (Hg.): Kleine Burgen, grosse Villen: Tübinger Verbindungshäuser im Porträt. - 1. Aufl. - Tübingen: ArbeitsKreis Tübinger Verbindungen (AKTV), 2009, Seite 262


Quelle[Bearbeiten]

Saur - Allgemeines Künstlerlexikon / Band 8. - 2., erw. und aktualisierte Ausg.. - München, Leipzig: Saur, 2008