Hermann Voß

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Hermann Voss (Widmung: "Hermann Voss seinem lieben ... Otto Dörflinger zur freundlichen Erinnerung an das Wintersemester 1898-9 in Tübingen")

Hermann Julius Voß (* 11. August 1877 in Melz bei Röbel/Müritz; † 6. Juli 1948 in Biestow) war ein deutscher lutherischer Pfarrer und Propst. Er hat in Tübingen und Rostock studiert und war von 1917 bis 1948 Pastor in Biestow.

Hermann lebte als Heranwachsender in Melz ging von dort aus anfangs auf das Gymnasium in Wittstock/Dosse. Später ging er in Doberan zur Schule, wo er 1897 die Reifeprüfung absolvierte. Er studierte Theologie in Rostock und Tübingen und war dort jeweils im Wingolf aktiv. Er arbeitete 1901 als Hauslehrer in Pobernow (Pommern). 1902 wurde er Soldat in Tübingen. 1903 war er ein halbes Jahr Inspektor am Alumnat in Güstrow, anschließend trat er ins Predigerseminar in Schwerin ein.[1]

Er vertrat den erkrankten Pastor Radloff in Vietlübbe (Amt Lübz) und wurde im Mai 1905 Rektor in Tessin b. Boizenburg. Ab Dezember 1906 wurde er Hilfsprediger in Lübz, wo er Annemarie Dehn aus Bützow heiratete. 1909 wurde er Pastor in Westenbrügge. Am Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er freiwilliger Feldgeistlicher, und kümmerte sich anfangs seelsorgerisch um die mecklenburgischen Truppen der 18. Rev. Division und ab März 1915 der 54. Infant. Division. Er hat von Januar 1915 bis November 1917 sämtliche Kämpfe des Res. Inf. Regiments 90 mitgemacht. Am 1. November 1917 wurde Voß aus dem Dienst der Feldseelsorge entlassen, um als Pfarrer in Biestow zu arbeiten.[1]

1934 wurde Hermann Voß Propst der neuen Propstei "Rostock-Land". Nach 31 Jahren Dienst in der Kirchgemeinde Biestow verstarb Propst Hermann Voß an einem langwierigen Krebsleiden. Er wurde auf dem Alten Friedhof in Biestow beigesetzt, wo sein Grab heute noch erhalten ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]