Anlagensee

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Der Tübinger Anlagensee ist ein künstlich angelegtes Gewässer, das durch den Mühlbach gespeist wird und dessen östlich gelegener Abfluss mit dem Neckar verbunden ist.

Der Anlagensee im Herbst
Bei der Ausbaggerung um 1908
Eislaufen auf dem zugefrorenen See im Januar 2017

Lage[Bearbeiten]

Der Anlagensee liegt unmittelbar nordwestlich von Europaplatz und Hauptbahnhof. Im Norden wird er durch die Uhlandstraße begrenzt. Er liegt in einer Parkanlage, die sich ursprünglich von der Karlstraße im Osten über die Kastanienallee bis zum Wildermuth-Gymnasium an der Derendinger Allee im Westen erstreckte. Der Park ist in den letzten 100 Jahren durch benötigten Baugrund (AOK und Gesundheitsamt) und den Bau des Omnibusbahnhofs am Europaplatz im östlichen Bereich deutlich verkleinert worden.

Im Verlauf der Uhlandstraße befinden sich folgende Gymnasien: Uhland-Gymnasium, Kepler-Gymnasium und Wildermuth-Gymnasium.


Geschichte[Bearbeiten]

Der See wurde von 1906 bis 1908 ausgebaggert [1], um die Parkanlage als '"Eintrittstor" in die Stadt vom Bahnhof aus zu bereichern. Außerdem sollte eine spätere Bebauung verhindert werden.[2]


Tiere[Bearbeiten]

Das Gewässer wird durch den Tübinger Fischereiverein mit Brut besetzt. Die Verschlechterung der Wasserqualität wurde immer wieder durch den hohen Besatz von Wasservögeln, insbesondere von Schwänen begründet, die in den Wintermonaten gefüttert wurden. Im Herbst 2003 gipfelte dies im sogenannten "Schwänekrieg", bei dem die Stadtverwaltung auf Geheiß der damaligen Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer ca. 80 Tiere nach dem Ablassen des Sees einfing und zur Überwinterung in einen Schafstall beim Österberg verbrachte. Tierschützer versuchten, versehentlich gelandete Tiere aus dem verschlammten See zu bergen. Monatelang war das Thema Dauerbrenner im Leserbriefteil der lokalen Presse. [3] (Siehe Weblinks)


Stimmen[Bearbeiten]

Schüler-Autoren der TÜpedia zur aktuellen Situation am See: "In ihm leben viele Tiere. Doch auch noch Negatives: Viel Müll und Schmutz = alte Pizzakartons und Dosen, Bier und Sekt verschmutzen unseren schönen See. Immer weniger Karpfen können ihr Leben in dem See wie gewohnt weiterleben. Doch das hört jetzt leider immer noch nicht auf. Jeden Tag wird der Müll immer mehr. Doch vor allem an Festivals oder Konzerten steigt der Müllhaufen." (Siehe auch Weblinks)


Quellen[Bearbeiten]

  1. "... und grüßen Sie mir die Welt! (Tübingen - eine Universitätsstadt auf alten Postkarten", Universitätsstadt Tübingen - Kulturamt - Stadtmuseum, ISBN 978-3-910090-78-1, 2007, S.218
  2. "Das Tübinger Stadtbild im Wandel", Stadt Tübingen • Kulturamt (1994), S.119f, ISBN: 3-910090-11-7
  3. http://db.swr.de/upload/manuskriptdienst/eckpunkt/ep1020032227.rtf Radio Feature SWR2 Tübingen


Siehe auch[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]