
Allgemeines
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Hirschau befinden sich zwischen dem Ort und dem Neckar mehrere Baggerseen, darunter einen großen (Google Maps). Es sind ehemalige Kiesgruben, des Unternehmens Karl Epple, das Kies, Schotter, Sand und Stein an vielen Standorten in Baden-Württemberg abbaut, wovon viele sich entlang des Neckars befanden oder befinden. Deswegen wurde der See früher und heute noch zuweilen Epple-See genannt. Der Abbau von Kies in dieser Grube wurde in den frühen 1970er Jahren beendet. Danach fühlte sie sich mit Wasser auf und da die Anlage sich selbst überlassen wurde, verwildete sie. Bereits seit den 1980er Jahren wird sie zum Baden, auch zum Nacktbaden genutzt. Die Wasserqualität ist „zum Baden gut geeignet“[1][2]
Im Jahr 2009 beschloss der Gemeinderat Tübingen eine Umgestaltung des Seeufers, die zu einigen Protesten führte.[3][4][5][6][7] Trotz der Proteste wurden 2010 einge Maßnahmen zur Rekultivierung des Sees durchgeführt und im Rahmen dieser Aktion verschiedene Bereiche ausgewiesen: Baden, Vogelschutz und Laichbereich für die Fische. Heute wird der See von Büschen und Bäumen umrandet, die die Uferzone in mehrere getrennte „Liegewiesen“ unterteilen. Da sich manche Besucher von Exhibitionisten gestört fühlten, wurden 2017 in dem Bereich, wo das Nacktbaden erlaubt ist, Tafeln aufgestellt. Auf diese Weise wollte man verhindern, dass Exhibitionisten um den See herumlaufen. Dadurch können Personen, die sich konzeptwidrig verhalten, von anderen Gästen angesprochen werden. Am Ufer auf der Weilheimer Seite gibt es eine große Liege- und Spielwiese, die Hirschauer-Seite wird von FKK-Gästen genutzt. Manche Besucher fotografierten ungefragt nackt badenede Personen, die sich dadurch belästigt fühlten. Um so etwas zu erschweren stellte die Stadt 2024 an den vier Zugängen zum See Schilder auf, die Besucher auffordern, solche Handlungen zu unterlassen und beim Zuwiderhandlen strafrechtliche Verfolgung androhen. Seit dieser Zeit schickt sowohl die Polizei als auch das Ordnungsamt ab und zu Beamten in zivil auf Streifen zum See hin. Diese Maßnahmen verbesserten die Sicherheitslage an dem See nicht wirklich, doch man will die Kontrollen nicht verstärken.[8] In dem See darf im Rahmen des Gemeingebrauches getaucht werden.[9].
Neben dem großen Baggersee gibt es noch mehrere kleinere Baggerseen, diese werden z.T. als Zuchtseen des Fischereivereins genutzt. Gebadet wird nur im großen See.

Größe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alle Größenangaben wurden mit Google Earth ausgemessen und beziehen sich auf den großen Baggersee.
- Längste Diagonale (Süd-West -> Nord-Ost): Etwa 700m
- Schmalste Breite (Nord-Süd): knapp 50m
- Größte Breite (Nord-Süd): Etwa 200m
- Länge (Ost-West): Etwa 660m
- Umfang: Knapp 1900m
- Fläche: Etwa 87600 m²
Fischperspektive
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vogelperspektive
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gewässerinformationen des Regierungspräsidiums.
- ↑ Legende zur Gewässerkarte.
- ↑ Bericht über den Beschluss.
- ↑ Bericht über die Proteste.
- ↑ Weiterer Bericht über die Proteste.
- ↑ Video zum Seekonzept.
- ↑ Bericht über Ortsbegehung und Pläne.
- ↑ Lisa Maria Sporer: Im FKK-Bereich am See heimlich fotografiert. In: „Tagblatt-Anzeiger“, 5. Juni 2026.
- ↑ Privater Blog mit Informationen zum Tauchen im Baggersee.