1831

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Was geschah 1831 (mit Bedeutung für Tübingen)?

Studentenwache am 23. Januar 1831
Landjäger auf der Flucht aus Tübingen
  • Schmiedtor und Haagtor werden abgerissen
  • 16. Januar: Nachdem ein Landjäger den Weinbauern Kost ohne zwingenden Grund lebensgefährlich verletzt hatte, zogen etwa 60 Handwerker und Weinbauern aus der Unterstadt beim Gôgenaufstand von 1831 mit dem Schlachtruf "Es lebe die Freiheit!" durch die Oberstadt. Durch diesen Tumult entschlossen sich die Landjäger, die Stadt durch das Dreckstörle beim Rübenloch zu verlassen und sich in Waldenbuch in Sicherheit zu bringen.
  • 19. April: Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger, Mathematik Professor und Leiter der Tübinger Sternwarte, stirbt in Tübingen. Nach seinem Tod reimte man in Tübingen: „Die Sternwarte ist jetzt verwaist / seit Bohnenberger den Himmel selbst bereist.“
  • Die Badeanstalt des Bläsibads brennt ab.
  • Im sogenannten Gôgenaufstand von 1831 zogen etwa 60 Handwerksburschen und Weingärtner als Protest gegen Polizeiwillkür durch die Stadt und sangen das Schiller'sche Räuberlied.[1]
  • 14. November: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart) stirbt in Berlin. Er war ein bedeutender Philosoph und Hauptverteter des deutschen Idealismus. Er studierte in Tübingen Theologie und Philosophie am Evangelischen Stift, zur gleichen Zeit wie Hölderlin und Schelling, mit denen er befreundet war und zeitweise im selben Zimmer wohnte. Sein Vater war in Tübingen geboren und entstammte einer Pfarrer- und Beamtenfamilie. In Tübingen nach G.W.F. Hegel benannt sind die Hegelstraße und der Hegelbau der Universität. Seine Lieblingskneipe soll der Boulanger gewesen sein.

Weitere Bilder[Bearbeiten]


1830 - 1831 - 1832

Quellen[Bearbeiten]

  1. Wilfried Setzler: Kleine Tübinger Stadtchronik