Rübenloch

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Landjäger auf der Flucht durch das Rübenloch aus Tübingen, 1831
Tübingen, Lange Gasse, Das Rübenloch, Sinner-Archiv 1/210

Das Rübenloch war ursprünglich eine Sackgasse am unteren Ende der Langen Gasse, wo heute der Optiker Strebel ist. Dort gab es kein Stadttor, aber schon früh einen kleinen Durchgang durch die Stadtmauer (erstmals 1356 bezeugt) - dieser wurde Mültürli oder Bebentürlin genannt. [1] In den 1820er Jahren wurde dort die Mauer ganz durchbrochen (siehe Bilder).

Etwas weiter östlich existierte ein Durchlass durch die Stadtmauer, durch den der Kanal Kleines Ämmerle in den Stadtgraben und weiter in den Ammerkanal floss. Dieser Durchlass hieß im Volksmund Drecktörle.[2] [3]

Auf dem Katasterplan von 1819 (s.u.) ist die Stadtmauer am Rübenloch noch als undurchbrochen eingetragen; das Mühltürle ist nicht dargestellt. Das Drecktörle ist durch den Verlauf des unteren Kleinen Ämmerle lokalisierbar.

1988 entstand in dieser Gegend das Kinderhaus Rübenloch.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Jürgen Sydow: Geschichte der Stadt Tübingen, Teil 1, Laupp, 1974 - 230 Seiten, S. 16
  2. Sydow, a.a.O., S. 92 f.
  3. Einkaufen bei den Schotten: Vom Holzmarkt zum Stadtgraben: Da staunten und diskutierten viele. Tagblatt, 14. September 2011
  4. Stadtchronik 1988