Deutsches Haus

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Deutsches Haus
Namenstafel Deutsches Haus beim Lustnauer Tor Tübingen.jpg
AdresseAm Lustnauer Tor 4
72074 Tübingen
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Hier halb links im Bild mit dem abgetreppten Ziergiebel und dem beleuchteten Schaufenster der Ina Apotheke
Fassadenansichtsplan von C. Walther: Links Giebel zur Kreuzung Lustnauer Tor, rechts Fassade zur Mühlstraße (1900)
Ansicht vom Anfang des 20. Jahrhunderts noch mit Spitzdächern auf den Erkern
Das von 1887-91 von Conradin Walther im Nürnberger Stil geplante Haus der Brauerei Tucher in Berlin, Friedrichstraße 180. Aufnahme vor 1914, vermutlich kurz nach der Fertigstellung.

Das Deutsche Haus ist das Haus Nr. 4 am Lustnauer Tor. Es wurde 1901 von A. Roos als Bauherr nach Plänen von C. Walther erbaut.[1] Da das Haus links am bergseitigen Anfang der Mühlstraße steht, ist es von vorne sehr gut sichtbar und repräsentativ. Es wurde im "Nürnberger Stil", einer Richtung innerhalb des damals vorherrschenden Historismus gebaut. Der Staffelgiebel (auch Treppen- oder Stufengiebel) zur Kreuzung am Lustnauer Tor nimmt einen hier in Tübingen nur selten zu sehenden Stil auf. Diese Staffelgiebel sieht man hingegen z.B. in Ravensburg und Oberschwaben an alten Häusern häufiger.

Die beiden Spitzdächer der nun nur mit einem flachen Dach versehenen und daher fast umbemerkbaren Erker rechts und links vom abgetreppten Giebel wurden nach den 1950-er Jahren entfernt [2] und bis heute, trotz Denkmalschutz-Status, nicht wieder aufgebaut.

Die Nordseite des Tübinger Deutschen Hauses wurde mit sehr ähnlicher Fassadengestaltung bereits von 1887-1891 in Berlin für die Brauerei Tucher von Conradin Walther entworfen.[2] Lediglich der Erker wurde in Tübingen etwas breiter und die Eingangstür wohl auf Grund verschiedener Raumaufteilung innen mittig unter den Erker statt links ausgeführt. Die Ornamente um die Fenster der Obergeschosse 1-3 wurden weggelassen. Die heute fehlenden Spitzdächer des Tübinger Deutschen Hauses waren jedoch ursprünglich gleich.


Was im Haus ist[Bearbeiten]


Andere Fotos[Bearbeiten]


Siehe auch[Bearbeiten]

Der nach diesem Haus benannte Gasthof zum Deutschen Haus befand sich auf der anderen Seite des Schimpfecks Am Lustnauer Tor 8, wo heute die Wurstküche ist.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Erinnerungstafel über dem Eingang an der Österbergstraße
  2. 2,0 2,1 Die Mühlstraße in Tübingen. Zierde der Stadt? Materialien einer Ausstellung, bearbeitet von Bernhard Sterra. Kulturamt Tübingen, 1990