Adolf Schiedt

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Akademische Verbindung Igel Tübingen
Turnerschaft Hohenstaufia Tübingen

Adolf Schiedt (* 1856 in Stuttgart; † 1930 ebenda) war ein in Stuttgart ansässiger Architekt.

Schon sein Vater Friedrich war Architekt, von ihm ist noch das Haus Neckarstraße 42 (heute Willy-Brandt-Straße) in Stuttgart, 1880, erhalten.

Adolf Schiedt erbaute in Tübingen die Verbindungshäuser der A.V. Igel und der Turnerschaft Hohenstaufia (beide 1902), auf verschiedene Weise in "burgenähnlichem" Stil. Dies sind seine vielleicht ambitioniertesten Bauwerke.

Lebensdaten[Bearbeiten]

  • 1876: Beginn des Studiums am Stuttgarter Polytechnikum
  • 1881: 1. Preis für den Entwurf eines Schützenhauses
  • 1882: (spätestens) Erste Staatsprüfung
  • 1883: Heirat in Stuttgart, Architekt in Straßburg, vorgeschriebenes mehrjähriges Bauführerpraktikum
  • 1884,86: Geburt zweier Kinder in Straßburg
  • 1886 Zweite Staatsprüfung
  • 1887: freier Architekt in Stuttgart, Kasernenstraße 38
  • 1891: Bau des eigenen Wohnhauses Stuttgart, Hegelstraße 46, dort firmierte auch sein Büro (im 2. WK zerstört)
  • 1902: Bau der Verbindungshäuser der A.V. Igel und der Turnerschaft Hohenstaufia in Tübingen

In Stuttgart erhaltene Bauten[Bearbeiten]

Es sind meist Mehrfamilien-Wohnhäuser gehobener Klasse und heute durchweg Kulturdenkmale.

  • Lessingstraße 13 (1896)
  • Breitscheidtstraße 32 (1900/01)[1]
  • Hasenbergsteige 43 und 45 (1903)
  • Hohentwielstraße 11/12 (1903/04)
  • Gerokstraße 13A (1904)
  • Pfarrstraße 15 (1907)


Adolf Schiedt baute der Zeit entsprechend in Stilrichtungen des Historismus. Wie er nach 1907, als diese Epoche zu Ende ging, gebaut hat, ist derzeit nicht bekannt. Er war beruflich zeitweise mit Friedrich Schickler assoziiert, der mit ihm derselben Stuttgarter Studentenverbindung angehörte. Schiedt war ein Privatarchitekt, was in dieser Zeit noch eher ungewöhnlich war.

Quellen[Bearbeiten]

  • Gernot Närger in: Igelhaus 1902-2002, Jubiläumsschrift 2002