Gips: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Gipsgrube_Entringen.jpg|thumb|left|300px|Blick auf die untere Sohle der Gipsgrube. Hinter dem Bagger ehemalige Stollenmundlöcher]]
[[Datei:Gipsgrube_Entringen.jpg|thumb|left|300px|Blick auf die untere Sohle der Gipsgrube zwischen Entringen und Breitenholz. Hinter dem Bagger ehemalige Stollenmundlöcher]]
[[Datei:Gipsgrube_Entringen2.jpg|thumb|left|300px|Gleis in die Gipsgrube. Das erste Gleis rechts führt zur Seilwinde für die gipsbeladenen Wagen, die auf dem zweiten Gleis warten]]
[[Datei:Gipsgrube_Entringen2.jpg|thumb|left|300px|Gleis in die Gipsgrube. Das erste Gleis rechts führt zur Seilwinde für die gipsbeladenen Wagen, die auf dem zweiten Gleis warten]]
[[Datei:Gipswerk_001.jpg|thumb|right|300px|Gleis zur Seilwinde (hinten rechts) für die Wagen mit Kohlen]]
[[Datei:Gipswerk_001.jpg|thumb|right|300px|Gleis zur Seilwinde (hinten rechts) für die Wagen mit Kohlen]]
[[Datei:Gipswerk_Entringen4.jpg|thumb|right|300px|Gebäude des Gipswerks mit links oben der Zufahrt für die kohlebeladenen Wagen]]
[[Datei:Gipswerk_Entringen4.jpg|thumb|right|300px|Gebäude des Gipswerks mit links oben der Zufahrt für die kohlebeladenen Wagen]]
[[Datei:Gleisplan_Gipswerk_Entringen.jpg|thumb|right|300px|Gleisverlauf in Gipsgrube und Gipswerk]]
[[Datei:Gleisplan_Gipswerk_Entringen.jpg|thumb|left|300px|Gleisverlauf in Gipsgrube und Gipswerk]]


'''Gips''', auch unter seiner chemischen Bezeichnung Kalziumsulfat bekannt, ist ein im Raum Tübingen sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[SO4] • 2H2O[4] und entwickelt meist tafelige, prismatische bis nadelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate.
'''Gips''', auch unter seiner chemischen Bezeichnung Kalziumsulfat bekannt, ist ein im Raum Tübingen sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[SO4] • 2H2O[4] und entwickelt meist tafelige, prismatische bis nadelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate.<ref>[Gips] auf Wikipedia.</ref>


== Das Gipswerk zwischen Entringen und Breitenholz ==
== Das Gipswerk zwischen Entringen und Breitenholz ==


Das Gipswerk zwischen [[Entringen]] und [[Breitenholz]] wurde [[1910]] in Betrieb genommen und in den 70er Jahren aufgelöst. Die ehemalige Gipsgrube wird seitdem als Deponie genutzt und ist inzwischen weitgehend verfüllt.  
Das Gipswerk zwischen [[Entringen]] und [[Breitenholz]] wurde [[1910]] in Betrieb genommen und in den 70er Jahren aufgelöst. Die ehemalige Gipsgrube wird seitdem als Deponie genutzt und ist inzwischen weitgehend verfüllt.<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Gipswerk#Ein_kleines_Gipswerk Ein kleines Gipswerk] auf Wikipedia.</ref><ref>Hannes Weik: [http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten_artikel,-Ausfluege-in-die-Erdgeschichte-_arid,71180.html Landschaftsführer auf Spurensuche in Ammerbucher Gipsgruben - Ausflüge in die Erdgeschichte,] Schwäbisches Tagblatt 27. Juli 2009.</ref><ref>Neun Fotos der Schmalspurbahn im Jahr 1971 auf [http://www.schmalspuralbum.de/displayimage.php?album=171&pid=5724&slideshow=5000 Schmalspuralbum - Fotogalerie Schmalspur- und Feldbahnen international].</ref>


Das Gipswerk baute den im Gipskeuper vorkommenden Rohgips ab. Der Abbau erfolgte teilweise untertage; transportiert wurde der Rohgips mit Hilfe einer werkseigenen Schmalspurbahn (Feldbahnspurweite 600 mm) zum Brennofen. Der fertige Gips wurde über ein etwa 1,5 km langes Feldbahngleis zum Bahnhof Breitenholz gebracht, woher auch die zum Heizen benötigte Kohle kam.
Das Gipswerk baute den im Gipskeuper vorkommenden Rohgips ab. Der Abbau erfolgte teilweise untertage; transportiert wurde der Rohgips mit Hilfe einer werkseigenen Schmalspurbahn (Feldbahnspurweite 600 mm) zum Brennofen. Der fertige Gips wurde über ein etwa 1,5 km langes Feldbahngleis zum Bahnhof Breitenholz gebracht, woher auch die zum Heizen benötigte Kohle kam.


Die Schemazeichnung zeigt den Gleisverlauf. Die beiden Gleise zur Anlieferung von Rohgips und Kohle führten über Rampen ins Obergeschoss des Gipswerks. Die beladenen Wagen wurden mit Hilfe von Seilwinden hochgezogen. Die Gipsgrube selbst bestand aus zwei Sohlen, zu denen je ein Gleis führte. Auf der unteren Sohle sind ehemalige Stollenmundlöcher des bergmännischen Abbaus erkennbar.
Die Schemazeichnung zeigt den Gleisverlauf. Die beiden Gleise zur Anlieferung von Rohgips und Kohle führten über Rampen ins Obergeschoss des Gipswerks. Die beladenen Wagen wurden mit Hilfe von Seilwinden hochgezogen. Die Gipsgrube selbst bestand aus zwei Sohlen, zu denen je ein Gleis führte. Auf der unteren Sohle sind ehemalige Stollenmundlöcher des bergmännischen Abbaus erkennbar.
== Quellen und weiterführende Informationen ==
<references/>


[[Kategorie:Ammerbuch]]
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[[Kategorie:Geologie]]
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[[Kategorie:Alte Eisenbahn]]
[[Kategorie:Alte Eisenbahn]]

Version vom 28. August 2012, 23:47 Uhr

Blick auf die untere Sohle der Gipsgrube zwischen Entringen und Breitenholz. Hinter dem Bagger ehemalige Stollenmundlöcher
Gleis in die Gipsgrube. Das erste Gleis rechts führt zur Seilwinde für die gipsbeladenen Wagen, die auf dem zweiten Gleis warten
Gleis zur Seilwinde (hinten rechts) für die Wagen mit Kohlen
Gebäude des Gipswerks mit links oben der Zufahrt für die kohlebeladenen Wagen
Gleisverlauf in Gipsgrube und Gipswerk

Gips, auch unter seiner chemischen Bezeichnung Kalziumsulfat bekannt, ist ein im Raum Tübingen sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[SO4] • 2H2O[4] und entwickelt meist tafelige, prismatische bis nadelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate.[1]

Das Gipswerk zwischen Entringen und Breitenholz

Das Gipswerk zwischen Entringen und Breitenholz wurde 1910 in Betrieb genommen und in den 70er Jahren aufgelöst. Die ehemalige Gipsgrube wird seitdem als Deponie genutzt und ist inzwischen weitgehend verfüllt.[2][3][4]


Das Gipswerk baute den im Gipskeuper vorkommenden Rohgips ab. Der Abbau erfolgte teilweise untertage; transportiert wurde der Rohgips mit Hilfe einer werkseigenen Schmalspurbahn (Feldbahnspurweite 600 mm) zum Brennofen. Der fertige Gips wurde über ein etwa 1,5 km langes Feldbahngleis zum Bahnhof Breitenholz gebracht, woher auch die zum Heizen benötigte Kohle kam.

Die Schemazeichnung zeigt den Gleisverlauf. Die beiden Gleise zur Anlieferung von Rohgips und Kohle führten über Rampen ins Obergeschoss des Gipswerks. Die beladenen Wagen wurden mit Hilfe von Seilwinden hochgezogen. Die Gipsgrube selbst bestand aus zwei Sohlen, zu denen je ein Gleis führte. Auf der unteren Sohle sind ehemalige Stollenmundlöcher des bergmännischen Abbaus erkennbar.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. [Gips] auf Wikipedia.
  2. Ein kleines Gipswerk auf Wikipedia.
  3. Hannes Weik: Landschaftsführer auf Spurensuche in Ammerbucher Gipsgruben - Ausflüge in die Erdgeschichte, Schwäbisches Tagblatt 27. Juli 2009.
  4. Neun Fotos der Schmalspurbahn im Jahr 1971 auf Schmalspuralbum - Fotogalerie Schmalspur- und Feldbahnen international.