Mädchenschule

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Die ehemalige Mädchenschule hinter der Stiftskirche. Kupferstich im Stadtarchiv Tübingen.[1]

Die Mädchenschule stand früher hinter der Stiftskirche auf einem inzwischen unbebauten Platz. Martin Crusius schrieb in seinem Tagebuch, dass in Tübingen 1589 eine Schule für Mädchen gebaut wurde. Das Schulhaus stand an der Stelle des ehemaligen Beinhauses. Ab 1848 wurde die Mädchenschule zur Realschule. [2] Das Gebäude wurde 1862 abgebrochen.[1]

Im Mittelalter konnten meist nur Mönche und Nonnen lesen und schreiben. Zu den Klöstern gehörten häufig Klosterschulen, in denen Lesen und Schreiben gelehrt wurde. Die Mönche und Nonnen schrieben Texte und Bücher ab. Mit der Zeit mussten aber Händler und Kaufleute Briefe oder Verträge lesen und schreiben, Geldgeschäfte abwickeln oder Maße und Gewichte berechnen können.

In den Städten waren die Menschen daran interessiert, dass ihre Kinder auch in Schulen gehen sollten, um lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Diese Stadtschulen waren häufig nur für Jungen. Mädchen hatten seltener die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Neue Schulen entstehen / Mädchenschule. Stadtführung Tübingen – Schüler führen Schüler durch das mittelalterliche Tübingen. Arbeitskreis für Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen.
  2. Versuch einer Chronik lehrreicher 557 Jahre in Tübingen & in der Welt