Handelsschiff Tübingen

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Ehemaliges Handelsschiff Tübingen unter dem Namen Senceca

Das Handelsschiff Tübingen war von 1906 bis 1907 ein deutscher Frachter unter deutscher Flagge, der in Newcastle, England, gebaut worden war und 1900 unter dem Namen S. S. Wartburg vom Stapel lief. Er hatte 5.586 Bruttoregistertonnen und eine Verdrängung von 10.475t.

Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914 wurde die hohe See für die deutsche Schifffahrt unsicher, und deshalb flüchtete das Schiff in einen amerikanischen Hafen. Dort wurde es beschlagnahmt, als die Vereinigten Staaten im April 1917 dem Konflikt beitraten.[1]

Das Schiff wurde in Seneca umbenannt, und war bis Februar 1918 Teil der US-Handelsmarine, bis sie von der Marine unter dem Namen USS Wabash (ID # 1824) übernommen wurde. Das Schiff machte seine erste militärische Reise als eine Einheit des Marine Overseas Transportation Service im Februar bis April aus den USA nach Frankreich und zurück. Während ihrer zweiten militärischen Reise, kollidierte Wabash in einem Konvoi in der nebligen Nacht vom 22. Mai 1918 mit der US-Navy Patrouillenboot Wakiva, das deshalb sank.

Während des Rests des Ersten Weltkriegs und in den Monaten nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 schloss USS Wabash drei weitere Atlantiküberquerungen mit jeweils Hin- und Rückfahrt ab. USS Wabash wurde im April 1919 entmilitarisiert und kehrte in das USA Shipping Board zurück.

Anschließend fuhr das Handelsschiff unter US-Flagge, bis es Mitte der 1920er Jahre, in Italien registriert wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Tübingen-Klasse der Reederei Hamburg-Amerika-Linie (Hapag Lloyd)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Online Library of Selected Images: S.S. Seneca (American Freighter, 1900). Previously the German freighter Wartburg and Tübingen. Served as USS Wabash (ID # 1824) in 1918-1919.