Hölderlinturm

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Hölderlinturm
HölderlinturmTübingen.jpg
Museen
AdresseBursagasse 6
72070 Tübingen
ÖffnungszeitenDo–Mo 11:00–17:00
Di, Mi geschlossen
Webhttps://hoelderlinturm.de
Stadtlogo
Infotafel am Haus
Blick auf Turm und Garten vom Bursaplatz

Der Hölderlin-Turm ist eines der Wahrzeichen von Tübingen. Der gelbe, runde Turm mit Spitzdach am Neckarufer, ist schön von der Neckarbrücke aus sichtbar. Daneben stehen große Weidenbäume und starten Stocherkähne.

Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar; † 7. Juni 1843 in Tübingen) wohnte im ersten Stock dieses Turms, der unmittelbar am Neckar steht, von 1807 bis zu seinem Tod 1843. Der Turm war ursprünglich ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer (wie auch der Turm des Eckhauses am Neckartor) und wurde ab dem 18. Jahrhundert mit einem angebauten Haus als Wohnraum genutzt. Die in dem Hause wohnende Familie des Schreinermeisters Ernst Zimmer mit der Tochter Lotte Zimmer pflegte den psychisch Erkrankten bis zuletzt. Jahrzehnte nach Hölderlins Tod brannte der Turm 1875 ab und wurde in der heutigen runden Form mit spitzem Helm wieder aufgebaut. Einrichtungsgegenstände aus der Zeit Hölderlins sind nicht mehr erhalten.

Der Turm ist eines der typischen Fotomotive Tübingens und fehlt in keinem Reiseführer über die Stadt. Am besten sieht man ihn von der Neckarbrücke, der Platanenallee oder vom Stocherkahn bzw. Tretboot auf dem Neckar aus.

Alte Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier ist seit 1985 das Museum Hölderlinturm Tübingen untergebracht, das eine Dauerausstellung, Sonderausstellungen und eine Präsenzbibliothek beherbergt und zeitweise auch Ort für Veranstaltungen in kleinem Rahmen wie Lesungen ist. Das Haus wird im Auftrag der Stadt von der Hölderlin-Gesellschaft verwaltet, die hier auch ihren Sitz hat. Der Turm wurde ab Ende Juli 2017 bis Anfang 2020 für Sanierungsarbeiten und die Einrichtung eines neu konzipierten und erweiterten Museums geschlossen.[1] [2]

Am 15. Februar 2020 wurde im Hölderlin-Jubiläumsjahr (250. Geburtstag) nach der Renovierung die neue multimediale Ausstellung eröffnet.[3] Der Eintritt ist frei. Der zugehörige Garten wurde ebenfalls überholt und um ein Stück nach Westen erweitert, wo im 19. Jahrhundert eine Tuchmacherrahme stand. In dieser Zeit hatte der Schuhmacher C.F. Eberhardt im Turm eine Zeitlang eine öffentliche Badeanstalt betrieben. Ein kleiner Teil des Gartens wurde in der Zeit von Hölderlins Arzt Prof. Autenrieth für die Klinik in der Burse genutzt, der auch die große Freitreppe zur Bursagasse erbauen ließ.

Das Museum bietet eine Stelle im Freiwilligendienst (FSJ) an.[4][5]

Kunstwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Nische des Turmsockels ist eine Hölderlin-Büste von 1933 angebracht, im Garten rechts vom Turm steht eine Bronzeskulptur von Ivo Beucker aus dem Jahr 1955, die den Dichter nicht direkt darstellt, sondern dessen "dichterische Aussage" in der Sprache der Kunst abbilden soll.

Vom 12.6.2020 bis 31.10.2020 war das Museum durch eine Sonderausstellung "Idealismus-Schmiede in der Philosophen-WG - Hegel, Hölderlin und ihre Tübinger Studienjahre" ergänzt. Vom 15. bis 25.10.2020 hatte der Künstler Ottmar Hörl am Turm und vor allem auf der Neckarmauer eine große Anzahl gleicher, aber verschiedenfarbiger Skulpturen eines sitzenden Hölderlin installiert, ebenso auf der Stiftskirchen-Treppe.

Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2023 öffneten in der oberhalb gelegenen Bursagasse das kleine Hölderlinturm Museumscafé im Alten Waschhaus und im Januar 2024 das Restaurant Hölderlinturm, jeweils erreichbar über den schmalen Treppenweg rechts vom Turm und dann links.

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Das städtische Logo heißt "T wie Hölderlin" und zeigt einen dem Hölderlinturm ähnlichen Turmumriss.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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