Haus Lange

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Haus Lange in Tübingen auf einem alten Foto
Ansicht vom Februar 2013

Das als Villa im Landhausstil konzipierte Haus Lange in der Mörikestraße 1 ist ein Werk des Malers, Graphikers, Designers und Architekten Bernhard Pankok (* 16. Mai 1872 in Münster, Westfalen; † 5. April 1943 in Baierbrunn). Bauherr war der mit ihm befreundete Professor der Kunstgeschichte Konrad Lange. Der Bau wurde 1901-02 errichtet und legte auch den Grundstein für Pankoks Karriere als Architekt.[1] [2] Seine Werke sind geprägt vom Übergang zwischen Jugendstil und Internationalem Stil.[3]


Architektur[Bearbeiten]

In dem Haus verbindet sich die Landhaus-Idee und die Architektur des Jugendstils zu einem herausragenden Gesamtkunstwerk. Unter einem über drei Etagen bis zum Hochparterre heruntergezogenen Dach fügte Pankok eine Vielfalt an Material und Formen zu einem großen Ganzen zusammen: typische Jugendstilfenster, in "organischen" Ranken geschmiedetes Geländer, Fachwerk, geschnitzte Pfosten (Loggia), skulptierte Pfeiler. Der Allround-Künstler Pankok gestaltete auch die gesamte Innenausstattung (Türen, Täfelungen, Gardinen, Tapeten, Lampen, Möbel) bis hin zu Tür- und Fenstergriffen. Das Haus, bis dahin in Familienbesitz, wurde in den 1990er Jahren verkauft, saniert und in Stockwerkseigentum aufgeteilt. Teilweise ist das feste Inventar noch im Original vorhanden.[4]


Das Dach[Bearbeiten]

Die Giebeldächer auf den Krüppelwalmen sind so wohl kaum ein zweites Mal in Tübingen und Umgebung zu finden. Durch diese bekommt das Haus von der Giebelseite aus betrachtet den Ortgangverlauf eines Mansarddaches. Von der Traufseite aus nimmt man diese Giebeldächer durch den Absatz und die meist übliche Perspektive von unten nicht wahr. So kann man das Dach leicht mit einem Krüppelwalmdach verwechseln.


Quellen[Bearbeiten]

  1. Museum der Dinge: Bernhard Pankok
  2. Andrea Tietze: „Pankok, Bernhard Wilhelm Maria“, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 32 f.
  3. Bernhard Pankok auf Wikipedia.
  4. Architekturführer Tübingen. Neue Architektur im Landkreis Tübingen 1901-2001. (Hrsg.: Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Tübingen ... Texte und Red.: Ulrike Pfeil ...). - Tübingen: Bund Dt. Architekten, Kreisgruppe Neckar-Alb, 2002, Seite 28


von oben[Bearbeiten]

Der ungefähre Bildausschnitt des Fotos oben rechts ist hier rot markiert.


Quellen[Bearbeiten]