Carl Immanuel Baumann

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Carl Immanuel Baumann (auch Carl Baumann jun. genannt), war wie sein Vater, Carl Friedrich Baumann Maler, Fotograf und Lithograf in Tübingen.[1]

Er wird bereits 1856 als „Maler und Photograph“ erwähnt.[2] In dieser Zeit waren die Fotos mit „C. Baumann“, „Photographie von Baumann, Tübingen“ oder „Photographie von Baumann & Sohn“ signiert. Die Zusammenarbeit von Vater und Sohn dauerte bis Dezember 1859, als dieser zum Engel umzog und sich selbständig machte.[3]

Die zunehmende Professionalisierung der Fotografie veranlasste Baumann junior 1861 zur Errichtung des ersten Fotoateliergebäudes in Tübingen. Das etwa 5,0*2,8 m große Gebäude aus Brettern und Glas lag im Garten der Bäckerwitwe Lemberger in der Wilhelmstraße schräg gegenüber der Neuen Aula und hatte einen provisorischen Charakter, da der Gemeinderat in der Genehmigung verlangte, dass es jederzeit abgebaut werden konnte.

Der Abriss geschah, kurz bevor König Karl I. von Württemberg auf seiner Huldigungsreise im Sommer 1865 nach Tübingen kam und eine Gewerbeausstellung in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens besuchte, bewunderte er dort Fotos der Baumanns, weil gerade sie als einzige Fotografen zur Ausstellung eingeladen wurden.[3] Doch der nachhaltige Erfolg blieb aus: das Atelier wurde im Frühjahr 1866 zusammen mit zwei „photographischen Apparaten“ versteigert.[3] Danach werden die beiden Baumanns nur noch als Lithographen erwähnt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. [1] auf Wikipedia.
  2. Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben ..., S. 30 zitiert aus dem Gemeinderatsprotokoll 1856 § 1777 (Stadtarchiv Tübingen, Bestand A75)
  3. 3,0 3,1 3,2 Wolfgang Hesse: Ansichten aus Schwaben. Land und Leute in Aufnahmen der ersten Tübinger Lichtbildner und des Fotografen Paul Sinner (1838–1925), Gebrüder Metz : Tübingen 1989, ISBN 3-921580-79-X.