Theater Lindenhof Melchingen

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Das Theater Lindenhof ist Deutschlands erstes und einziges Regionaltheater, das heißt, es wird gefördert vom Land Baden-Württemberg, drei Landkreisen und hat Theaterpartnerschaften mit zwölf Städten in Baden-Württemberg. Seiner Rechtsform nach ist es ein eingetragener Verein.

Hervorgegangen aus einer freien Schultheatertruppe, wurde 1981 in Melchingen, einem Stadtteil von Burladingen auf der Schwäbischen Alb, mit der Produktion Semmer Kerle oder koine das eigene Haus im umgebauten Gasthaus Linde eröffnet. Das Ensemble hat sich mit Inszenierungen von Heinrich von Kleist, Susanne Hinkelbein, Peter Härtling, Shakespeare, Franz Xaver Kroetz und Franz Xaver Ott in 25 Jahren zu einem „Heimattheater, wie es nirgendwo sonst existiert“ (DIE ZEIT) entwickelt.

Das Theater erhielt unter anderen folgende Auszeichnungen: Volkstheaterpreis des Landes Baden-Württemberg, Theaterpreis der Stuttgarter Zeitung, Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen (Oktober 1989) [1] und Kleinkunstpreis des Landes Baden-Württemberg. Es hat sich also fern den Metropolen ein Theater entwickelt, das die schwäbische Sprache und die Dialektik zwischen Heimat und Fremde ins Zentrum seiner Inszenierungen gerückt hat. Oftmals sind es die Randfiguren, die Außenseiter, die das Volkstheater in zahlreichen Uraufführungen auf die Bühne bringt.

Bundesweite Aufmerksamkeit erlangten die Theatermacher mit Freiluftinszenierungen über das Leben Friedrich Hölderlins und dem Theaterspaziergang Die Winterreise, den Peter Härtling für die Melchinger schrieb, sowie der Inszenierung Eine Bahnfahrt und der Raum entschwindet. Etliche Produktionen wurden vom SWR und von 3sat verfilmt. Das Theater Lindenhof war beim internationalen Theaterfestival Theater der Welt 2005 in Stuttgart mit dem Stück von Felix Huby Schwabenblues der einzige deutsche Beitrag.

Geleitet wird das Theater von Bernhard Hurm (Intendant), Stefan Hallmayer (Co-Intendant) und Franz Xaver Ott (Dramaturg) sowie Uwe Zellmer (Präsident).

Quellen[Bearbeiten]

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