Luzia Köberlein

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Luzia Köberlein (*1959) war von 2015 bis 2024 als städtische Beauftragte für Gleichstellung und Integration tätig. 2019 half sie bei der Organisation einer mehrmonatigen Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Theaterstücken, Ausstellungen und einem Festabend zum Jubiläum von 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland. Dafür bildete sich ein Runder Tisch, der auch 2024 noch besteht, und sich auch während der Corona Pandemie virtuell traf. Eine große Aufgabe hatte Luzia Köberlein für diesen Runden Tisch: Die Stadt hat 2017 die EU-Charta zur kommunalen Gleichstellung von Frauen und Männern unterzeichnet - und wollte einen Aktionsplan entwickeln.


[....] Der Runde Tisch setzte bei der Stadt als Arbeitgeberin an – und da gab es einiges zu diskutieren: Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie aus? Wie ist eine paritätische Besetzung von Führungspositionen zu erreichen? Wie steht es um die Chancengleichheit? Was braucht es, um Müttern und Vätern Berufs- und Sorgearbeit zu ermöglichen? Wie steht es um Respekt und Wertschätzung in der Zusammenarbeit? Und über die Stadtverwaltung hinaus: Wie ermöglicht die Stadt ehrenamtliches Engagement für alle Geschlechter? Wo und wie sind Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar? Welche Angebote gibt es, um der Gewalt gegen Frauen entgegenzuwirken? Welche Schutzkonzepte braucht es? Wie kann die Stadt Geschlechterstereotypen und Mehrfachdiskriminierung entgegenwirken? Welche neuen Wohnformen braucht es, um gute Nachbarschaften aufzubauen? Und welche Daten und Strukturen braucht die Stadt, um die Gleichstellung zu fördern?

Köberlein zählt immer mehr Aufgaben und Projekte auf, die der Runde Tisch und die Stadtverwaltung angegangen sind oder noch angehen werden. Sechs „Handlungsfelder“ mit zusammen 45 „Maßnahmen“ erarbeitete der Runde Tisch.

Köberleins Aufgabe war vor allem das Vernetzen. „Alle zu finden, die sich engagieren oder engagieren wollen, das war eine schöne Aufgabe, das hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt sie. Und dass sie in Tübingen ja Glück hat: „Da sind so viele aktiv und für Gleichstellung zu haben.“ Sie lacht, wenn sie von der Reaktion anderer Aktiver in anderen Städten erzählt: „Ach du – du bist ja aus Tübingen.“

Die Arbeit Köberleins und aller anderen Engagierten wurde auch auf Bundesebene gesehen: Im Februar 2023 bekam die Stadt Tübingen den Gender Award für Kommunen, eine Auszeichnung, die Köberlein „sehr gefreut“ hat. „Das zeigt, dass wir vieles gemacht und auch erreicht haben.“


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