Friedemann Dähn

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im Februar 2023

Friedemann 'Fried' Dähn (geb. 1958) ist ein Tübinger Cellist, Komponist und Medienkünstler.

Er wohnt in Tübingen der Nordstadt, im Stadtteil Schönblick/Winkelwiese.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entstammt einem musikalischen Elternhaus in Tübingen, begann mit vier Jahren Klavier zu spielen und erhielt mit zehn Jahren Cello-Unterricht. Er besuchte das Uhland-Gymnasium.[1]

Anschließend studierte er klassisches Violoncello bei Johannes Goritzki an der Musikhochschule Düsseldorf und schloss mit dem Konzertexamen ab.

Von 1988 bis 1991 arbeitete er mehrere Jahre als freier Mitarbeiter beim renommierten Ensemble Modern in Frankfurt. Dort hatte er die Gelegenheit, mit bedeutenden Persönlichkeiten der Musikszene zusammenzutreffen, darunter der Avantgarde-Komponist Karlheinz Stockhausen und der Free-Jazz-Pionier Ornette Coleman.

Bereits im ersten Jahr seiner Mitarbeit dort bekahn Dähn die Gelegenheit, für mehrere Wochen an Frank Zappas "Yellow Shark"-Projekt in Los Angeles teilzunehmen. Er beschreibt die Zusammenarbeit mit dem "großen Idol" als eine Erfahrung von außergewöhnlicher kreativer Intensität und großer künstlerischer Offenheit.[2]

Anfang der 1990er Jahre entwickelte er ein eigenes elektrisches Cello. Sein Ziel war es, ein Instrument zu schaffen, das mit der Lautstärke eines Schlagzeugs im Jazz mithalten kann – vergleichbar mit der Rolle der E-Gitarre. Da zu dieser Zeit kommerziell keine elektrischen Celli verfügbar waren, baute er das Instrument gemeinsam mit einem Geigenbauer und einem Elektroniker selbst.[3]

Zwischen 1991 und 2024 war Friedemann Dähn als Solocellist bei der Württembergischen Philharmonie tätig. Parallel dazu hatte er von 2001 bis 2012 eine Professur für Audiogestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall inne.[4]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er gilt als Brückenbauer zwischen klassischer Cello-Tradition und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Sein Werk verknüpft technische Virtuosität mit experimenteller Klangforschung und intermedialer Kunst, er startete Projekte in den Bereichen elektronischer und experimenteller Musik, Jazz und Improvisation.

Wirken in der Region[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 rief Friedemann Dähn gemeinsam mit Thomas Maos das CAMP Festival (Creative Arts and Music Project) ins Leben – ein internationales Veranstaltungsformat mit dem Fokus auf Visual Music. Das erste Festival fand 1999 im Sudhaus statt.[5] Seitdem wurde es mehrfach in Deutschland sowie in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt.

Seit 2009 verantwortet er zusammen mit Maos außerdem die Kuratierung der Reihe Sonic Visions im Kulturzentrum franz.K in Reutlingen. Das Programm dieser Reihe konzentriert sich auf audiovisuelle Konzertformate sowie auf experimentelle elektronische und interaktive Musik.

Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er trat unter anderem beim Benefiz-Konzert "Den Frieden gewinnen - nicht den Krieg." im Februar 2023 im Sudhaus auf.

Er tritt solo oder in diversen Besetzungen immer wieder auch in Tübingen auf, 2025 zum Beispiel in der Albert-Schweitzer-Kirche, der Martinskirche, im Museum oder dem Club Voltaire.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]