Yael Deckelbaum
Yael Deckelbaum ( 7. Juli 1979 in Jerusalem) ist eine vielfach preisgekrönte israelisch-kanadische Sängerin und Songwriterin. Sie wurde als Gründungsmitglied der in Israel mit Platin gekürten Frauenfolkband "Hamanod Nechama" bekannt. Ihr Song "Prayer Of The Mothers" wurde 2016 zur Hymne des "March Of Hope", den sie mit dem Mut ihrer Stimme anführte. Tausende von israelischen und palästinensischen Frauen nahmen daran Teil um Frieden zu fordern. Das zugehörige Musikvideo erreichte 13 Millionen Klicks auf YouTube.
Inzwischen sind Songs wie „Prayer of the Mothers“, „War Is Not A Woman’s Game“ oder „Woman Of The World Unite“ als Friedenshymnen weit verbreitet.
In einem Interview sagte sie (...) "die Vorstellung, daß wir Frauen als Führungspersönlichkeiten brauchen, um Krieg zu beenden, raubt den Soldaten ihre Waffen, den Kriegsherren die Grundlage ihrer Existenz, stößt die milliardenschwere Waffenindustrie sowie Oligarchen vom Thron und politische Führer von der Spitze der Pyramide" (...)
Bezug zu Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Voice Ceremony im Lamm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Rahmen ihrer Europa-Tournee "Surrender Tour" machte Yael Deckelbaum Station in Tübingen, wo sie im Gemeindehaus Lamm am 26. Februar 2025 einen als "Voice Ceremony" betitelten Workshop gegeben hat unter dem Motto "Die Erinnerung an unsere wahre Stimme". Es wird beschrieben: "Der Workshop beinhaltet meditative Methoden, technische Werkzeuge für gesünderes Singen, Gruppenübungen, improvisiertes Kreissingen und Zeremonien."
[...] Es gehe darum, sich selbst zu erlauben, Fehler zu machen, und inneren Frieden zu finden. „Jeder Moment ist eine Chance, sich selbst die Liebe und Unterstützung zu geben, die man verdient“, sagte Deckelbaum. Begleitet wird die Musikerin auf ihrer aktuellen Tour von der Palästinenserin Meela Eliabouni, mit der sie sich gemeinsam für Frieden und Zusammenhalt einsetzt. „Frieden in der Welt beginnt mit innerem Frieden“, erklärte Elana Horowitz, Organisatorin der Veranstaltung. Auch Deckelbaum strahlt diese innere Harmonie aus, was sie zu einer überzeugenden Friedens-Botschafterin macht.
Konzert: 800+ singende Menschen in der Stiftskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Am 27. Februar 2025 trat Yael Deckelbaum in der ausverkauften Stiftskirche vor über 800 Menschen auf, teilweise begleitet von der palästinensischen Musikerin Meera Eilabouni.
Die Auftritte wurden unter anderem von Elana Horowitz Kornblume - Kunst und Kultur organisiert.
Bericht und Musik beim freien Radio Wüste Welle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Link zur Sendung vom 12.3.2025
Stimmen zum Konzert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Danke! Es war toll, fing langsam an mit Meera, die eröffnete, und dann Yael, die die volle Kirche mit einbeziehen konnte, und dann ganz viele schöne Mitsinganimationen einbrachte - das war sehr verbindend. Gegen Ende standen alle, und nach der 2. Zugabe fing das Publikum wieder selbst an zu singen, from the north..., solange bis die beiden wieder auf die Bühne kamen, und dann als Abschluss Cohens Hallelujah - magisch! Ich konnte sehr gut mitschwingen, ein wunderbarer Impuls für Frieden und Verbundenheit... und bei "Humans" bin ich als Mann mehr dabei, ich kannte sie bis letzten Herbst gar nicht, vielleicht war das in Frauenkreisen anders... Ein Freund, der auch dabei war, sprach vom "Wunder von Tübingen"... Vielleicht nächstes Jahr als open-Air in der Panzerhalle?, Konzertbesucher, 55 Jahre, 1.3.25
Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nachwirkungen & Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach dem Konzert in der Stiftskirche schrieb Tobias Kröll das Lied "Peace will come", in dem neben dem mantra-artigen Refrain in Kürze die Eindrücke des Konzerts geschildert werden und in einer zweiten Strophe das Vertrauen, dass Menschen die Fähigkeit zum Frieden von Geburt an in sich tragen, egal ob sie an einen Gott glauben oder sich im Sinne des "Glaubensbekenntnisses" von Albert Einstein mit dem Universum verbunden fühlen. Das Lied wurde neben dem Impuls von Yael Deckelbaum gedanklich inspiriert von dem buddhistischen Mönch und Friedens-Aktivisten Thich Nhat Hanh, dem Lied "Der erste Friede" von Iria Schärer, John Lennons "Imagine", dem Psychologen Viktor Frankl ("Der unbewusste Gott"), dem Soziologen Oskar Negt ("Der politische Mensch. Demokratie als Lebensform"), Dietrich Bonhoeffer und der Dankesrede Tsitsi Dangarembgas anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2021 in der Frankfurter Paulskirche. "Peace will come" ist somit nicht als naives Statement gedacht, sondern als Erinnerung und Aufforderung, im täglichen Leben dem eigenen Gewissen zu folgen, zu reflektieren und "im Hier und Jetzt" einen Beitrag zu leisten. "Friede" im Refrain ist im Sinne von "Der erste Friede" dreifach zu verstehen: 1. Der "jeweils in mir" wohnende Friede, bzw. das im "Menschsein" dazu angelegte Potenzial 2. Der friedliche Umgang in menschlichen Begegnungen 3. Der Friede zwischen Menschengruppen
"Peace will come"
(Aufnahme: Open Space der Singleiter-Fortbildung bei Katharina und Wolfgang Bossinger, Schloß Puchberg/Österreich, 15.5.2025)
Refrain:
Peace will come
It `s in me and you.
Peace will come
It `s in me and you
Vers 1:
Meera and Yael are singing in town
In the big old church
Give Peace a Chance, Prayer of the Mothers,
Hallelujah
Smallest town, biggest show
Salam aleikum, shalom alejem
Vers 2
We shall overcome the barriers in our minds
We will heal the wounds in our souls
We will break the circles of violence
We live our dreams, here and now
You may call us dreamers, we are not alone
Prayin´ to our God, or the Universe