Viva Afro Brasil

Aus TUEpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche

Viva Afro Brasil war mehr als zwei Jahrzehnte ein erfolgreiches Open-Air-Musikfestival in Tübingen.


Hervorgegangen aus Informationsveranstaltungen und Festen des CI'rculo Brasileiro an der Universität Tübingen in den 1970ern und dem Latin-Jazz Schwerpunkt im Zentrum Zoo entstand 1985 aus den ersten großen Open Airs im Tübinger Schlosshof Europas größtes und traditionsreichstes Brasil Open, ein Festival in der historischen Altstadt mit "legendären Großkonzerten" auf dem Marktplatz, das in der Folge zu einem Markenzeichen Tübingens werden sollte. An anderen Punkten der Altstadt, z.B. Haagtorplatz, gab es oft zusätzliche (und kostenfreie) Veranstaltungen.

Zahlreiche hochkarätige Stars und Bands der brasilianischen Musik wie Gilberto Gil (der zeitweise auch Kulturminister war), Caetano Veloso, Milton Nascimento, Gal Costa, Daniela Mercury, Astrud Gilberto, Banda Olodum, Harmonia do Samba, Papa Banda Leguas, Carlinhos Brown, Edson Cordeiro, Fernanda Abreu u.v.a. waren hier zum Teil mehrmals vertreten. Und auch bis dahin unbekannte Musiker wie z.B. Chico Cesar begannen hier ihre Weltkarriere. Das zweitägige Fest zog Zuschauer aus einem weiten Umkreis an. In Tübingen gab es in diesen Jahren einen Hype für lateinamerikanische Musik.

Eine städtische Verordnung zum Lärmschutz infolge von Anwohnerbeschwerden führte dazu, dass das Festival 2005 nicht mehr auf dem Marktplatz stattfinden konnte und in Ermangelung einer anderen Location nach Stuttgart auf den dortigen Schlossplatz umzog. 2008 kehrte es wegen des zu geringen Erfolgs zurück und wurde erstmals "indoor" in der Mensa Morgenstelle veranstaltet. Dies erwies sich jedoch als wenig angemessen. Da die Stadt nicht willens oder in der Lage war, eine geeignete In- oder Outdoor-Location zur Verfügung zu stellen, wurde die Festivalreihe erst vorläufig und dann endgültig eingestellt. Auftritte außerhalb dieses Festivals fanden u.a. in der Mensa Wilhelmstraße oder in dem kleinen Foyer statt. Ein weiteres Konzert von Caetano Veloso wurde z.B. ins Foyer gelegt, womit der Künstler unzufrieden war. Bis heute wird über einen neuen Konzertsaal gestritten.


Die Homepage schreibt 2008 u.a.:

Nirgendwo in Europa wurde in der vergangenen Dekade die Música Popular Brasileira so lückenlos vorgestellt, vergleichbar intensiv dargestellt und erlebbar gemacht.

Das Festival vermittelt mehr als einen Einblick in das weltweit einzigartig reichhaltige Spektrum brasilianischer Musikkultur, in eine schier endlose Vielfalt aus Rhythmen und Melodien. Neben den langjährigen Superstars, kommen auch junge Musiker und Talente, die ihren ersten Sprung nach Europa wagen, am Festival VIVA AFROBRASIL nicht vorbei. Ein traditionelles Treffen also und kreativer Austausch der brasilianischen Stars, der Klassiker des Samba und der aktuellen Avantgarde mit Gästen aus dem übrigen Lateinamerika und Afrika.

Brasiliens Musiker sind bekannt für ihre Offenheit, künstlerische Unvoreingenommenheit, atemberaubende Experimentierlust und ungebremste Spielfreunde, das brasilianische Publikum für seine grenzenlose Begeisterungsfähigkeit und von Herzen kommende Leidenschaft. Überdimensionale gelb-grüne brasilianische Fahnen lassen keinen Zweifel daran, dass das magische Spektakel endgültig auf dem Pelourinho Europas angekommen ist. Brasilianische Medien schicken seit Jahren ihre Vertreter. Brasilianische Zeitungen zeigen sich beeindruckt von einem spannenden und einzigartigen Ereignis: authentischer Ausdruck afrobrasilianischer Kultur vor europäischer Kulisse und eine wichtige Brücke zwischen den Kontinenten und Kulturen. Der große brasilianische Fernsehsender Bandeirantes strahlte bereits 1997 landesweit einen Bericht über das Tübinger Festival VIVA AFROBRASIL aus, im Jahr 2003 war auf ALLTV Brasilien ein einstündiger Programmbeitrag zum Festival zu sehen.

1996 war der renommierte brasilianische Schriftsteller João Ubaldo Ribeiro im Rahmen seiner Poetikdozentur in Tübingen - und Festivalgast. Seine Festivalmotive verdankt VIVA AFROBRASIL seit 1997 dem herausragenden Maler und Bildhauer Carybé aus Salvador da Bahia, der attraktiven "Hauptstadt" des brasilianischen Nordens.

Tübingen im Afro-Brasil-Fieber! ...der Zauber afrobrasilianischer Kultur... gewürzt mit kulinarischen Angeboten - ein ganzes Wochenende lang!


Weblinks, Quellen[Bearbeiten]

viva-afro-brasil.de/

viva-afro-brasil.de/2008/Portrait.html

AfroBrasil Tübingen 2002: Vibrierendes Samba-Beben, mpgtext.blogspot.com, 2002

AfroBrasil Tübingen '97: Rauschendes Brasil-Fest im Regen, mpgtext.blogspot.com/search/label/Gilberto Gil, 1997

Viva Afro Brasil am Haagtorplatz, salsa-stuttgart.com, 2003

Viva Afro Brasil Festival findet auch 2010 nicht statt, Stuttgarter Zeitung 2010

Charakteristika der afrobrasilianischen Musik, Wikipedia


Generic Camera Icon.svg

Diesem Artikel fehlen Bilder. Wenn du Zugang zu passenden Bildern hast, deren Copyright-Bedingungen es erlauben, sie im Stadtwiki zu verwenden, dann lade sie doch bitte hoch.