Tübinger Hüftbeugeschiene

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Tübinger Schiene

Die Tübinger Hüftbeugeschiene oder Tübinger Hüftschiene nach Prof. Dr. Bernau dient zur Behandlung von Hüftdysplasie bei Säuglingen. Die bei 2 bis 4 % aller Geburten in Deutschland feststellbare Hüftdysplasie führt unbehandelt in der Mehrzahl der Fälle zu einer frühzeitigen Hüftarthrose.

Die Tübinger Hüftbeugeschiene beugt die Hüftgelenke um 90 Grad bei kontrollierter mittlerer Abspreizung. Dadurch kommt es zu einer schnellen Nachreifung der Hüftgelenke. Die Oberschenkelschalen sind mit der Schulterspange durch zwei Perlenschnüre verbunden, mit denen die Hüftbeugung reproduzierbar eingestellt wird. Die gewünschte Abspreizung ist über einen Spreizsteg mittels Rastenelement individuell justierbar. Dabei wird das Kind jedoch nicht über das notwendige Maß hinaus beim natürlichen Strampeln behindert, denn das Strampeln wirkt als natürlicher Reiz auf die Pfannendach-Wachstumsfuge.[1]

Quellen[Bearbeiten]