Stauwehr

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Das Stauwehr des Neckarwerkes von der Bismarckstraße aus während der Hundertjahrfeier (2011)
Luftbild
Schautafel zur Geschichte und zur Technik
Die beiden Turbinen des Neckarwerkes während der 100-Jahrfeier am 19. Juni 2011
Das Typenschild einer der beiden Turbinen
Plan für das auf dem Österberg 1921-23 gebaute Pumpspeicherwerk, das vom E-Werk des Stauwehrs aus betrieben wurde

Gebräuchliche Bezeichnung für die am 30. Dezember 1911 eingeweihte, und von den Tübinger Stadtwerken betriebene Wasserkraftanlage "Brückenstraße" am Neckar. Durch das Stauwehr kann die Wasserführung des Neckars im Tübinger Zentrum gut reguliert werden. Es dient der Stromerzeugung und der Kontrolle des Flusses. Für Fische gibt es eine 1995 hinzugefügte Fischtreppe.

Vor dem Bau des Wehrs war der Neckar voller Kiesbänke und hatte eine sehr flache Uferzone. Dieses sieht man auf vielen Aufnahmen und Zeichnungen vor dem Bau. Auch die Hochwasser, die immer wieder die damals wenigen Gebäude im Wöhrd überschwemmten und teilweise die Neckarbrücke sehr gefährdeten, wurden mit diesem Wehr und den anderen Wehren des Neckars (z.B. Rottenburg) verhindert.

Die Fußgängerbrücke[Bearbeiten]

Die Fußgängerbrücke über das Wehr ist eine wichtige Verbindung der beiden Neckarufer zwischen Lustnau und der zentralen Eberhards- oder Neckarbrücke. Von hier aus hat man eine schöne Sicht auf Neckar, Altstadt, Stiftskirche und Schloss.

Geschichte[Bearbeiten]

Als ein Element im Rahmen der Neckarregulierung wurde das Stauwehr in den Jahren 1910 / 1911 als eine der ersten Walzenwehrkonstruktionen in Deutschland errichtet. Am 19. Juni 2011 wurde die Hundertjahrfeier veranstaltet.

  • 1847: Erste Pläne zur Nutzung der Wasserkraft des Neckars
  • 1908: Beschluss zur Neckarregulierung und zum Bau eines E-Werks
  • 1910: Beginn der Arbeiten
  • 1911: Feierliche Einweihung des Neckarwerks am 30.12.
  • 1923: Ein fortschrittliches Pumpspeicherwerk auf dem Österberg wird von hier betrieben
  • 1944: Das Pumpspeicherwerk wird nach Beschädigung des Österberg-Reservoirs durch einen Luftangriff nicht mehr betrieben, das Becken wird 1960 eingeebnet
  • 1945: Sprengbomben treffen das Neckarwerk schwer, zerstören Kanalmauer und Turbinen; das aufgestaute Wasser fließt ab
  • 1982: Effizientere Kaplanturbinen ersetzen die alten Francisturbinen
  • 1995: Grundlegende Sanierung, eine Fischtreppe wird angelegt und das Neckarwerk unter Denkmalschutz gestellt

Technisches[Bearbeiten]

Das Kraftwerk besitzt zwei Turbinen die zusammen 600 kW Leistung liefern. Damit erzeugt das Neckarwerk etwa 3000 MWh pro Jahr (Broschüre SWT). Bei einem gedachten Strompreis von 25¢ pro kWh generiert das Kraftwerk einen Umsatz von 750000€, wovon in etwa 350000€ durch Abgaben an die Öffentlichkeit abgeführt würden.

Weitere Bilder[Bearbeiten]

Internet[Bearbeiten]

so sieht's eine Flugente[Bearbeiten]