St.-Michaels-Kirche

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St. Michael
Sankt-michael-tuebingen.jpg
Andachtsstätte
AdresseHechinger Straße 45
72072 Tübingen
Webhttp://www.st-michael-tuebingen.de
Sankt Michael, links das neue Gemeindezentrum

Die St.-Michaels-Kirche liegt in der Südstadt in unmittelbarer Nähe zum Loretto-Viertel. Die katholische Kirche wurde vom Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht am 6. November 1949 geweiht. Sie wurde vom Stuttgarter Architekt Ernst Barth zwischen 1935 und 1937 entworfen und geplant. Zum Bau kam es wegen des Bauverbots der Nationalsozialisten und des Krieges jedoch nicht. 1947 nahm man das Vorhaben wieder auf, und die Kirche wurde mit 350 Sitzplätzen für die damals rund 1700 Katholiken im Tübinger Süden nach den bestehenden Plänen mit Ergänzungen gebaut.

1955 wurde St. Michael vom Expositurvikariat der Johannes-Kirche zur ständigen Pfarrverweserei erhoben. Damit wurde sie eine selbständige Kirchengemeinde. Zur Gemeinde gehören auch die Katholiken von Derendingen. Ehemals bzw. bis zu deren Abzug, gehörten die Katholiken der Französischen Garnison auch zur dieser Gemeinde.

Neubau Gemeindehaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017/18 wurde ein neues Gemeindezentrum direkt nördlich der Kirche gebaut. Es ist so angeordnet, dass es mit der Kirche einen kleinen Innenhof bildet. Im Inneren sind alle Wände und Decken in grauem Sichtbeton belassen, was auch "vollendeter Rohbau" genannt wird.

Gemeindeleben & besondere Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erntedank-Altar am 1. Oktober 2023

Ein besonders großes Fest in St. Michael ist das Erntedank-Fest, das zusammen mit dem Patrozinium, dem Namenstag des Kirchen-Patrons, dem Erzengel Michael am Sonntag nahe dem 29. September gefeiert wird. Wie in anderen katholischen Gemeinden auch, werden zu Anfang eines neuen Jahres die Sternsinger ausgesandt.

75-Jahr Feier 2024[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Segnung der Biker vom Rulaman-Club (2024)

2024 war für St. Michael - die Kirche und die Gemeinde - ein Jubiläumsjahr - die Einweihung von 1949 jährt sich zum 75. Mal.

Deswegen gab es am 29. September ein großes Gemeindefest mit Chor, Familiengottesdienst, Mittagessen im Hof und im Gemeindehaus und verschiedenen anderen Angeboten. Unter anderem wurde die Biker-Gruppe "Rulaman" aus dem Raum Reutlingen - ihre Motorräder und ihre Fahrerinnen und Fahrer - gesegnet.

Glockengeläut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glocken von St. Michael fanden erst 13 Jahre nach der Einweihung des Gebäudes 1949 - zu Weihnachten 1962 - ihren Weg in die Glockenstube des Turms. Aus Geldmangel hätte man erst einige Jahre darauf sparen müssen.


[.Die Glocken...] wurden am 14. Dezember 1962 gegossen.

Der Klang der Glocken wurde mit dem Geläut der Eberhardskirche abgestimmt. Aus den ursprünglich geplanten 6 Glocken wurden 5, um eine größere, tiefere und dadurch weiter hörbare Glocke für die entfernteren Teilorte der Gemeinde einbinden zu können. Die Tonfolge d', e', g', a' und h' (das Weihnachtsmotiv) wurde von Prälat Wurm entworfen.

Zwei Fahrzeuge der französischen Garnison brachten die Glocken samt Läutemaschinen (Gesamtgewicht ca. 5.500kg) am 23. Dezember nach Tübingen. Noch an Heilig Abend fand die Glockenweihe bei eisiger Kälte auf dem Kirchplatz statt.

Die Zeitzeugin Tilling erzählt: "Als die schönen Glocken ankamen, wurden sie einige Tage auf dem Kirchplatz ausgestellt. Sie hingen an kräftigen Geräten und waren hübsch mit Blumen geschmückt. Wir haben sie bewundert. Jede Glocke ist auf einen anderen Ton abgestimmt. Später [am Johannestag, 27. Dezember] wurden sie nacheinander in den Glockenturm befördert."

Nach der Montage im Turm war am 3. Februar 1963 zum ersten mal das Geläut zum Gottesdienst zu hören.


Weitere Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]