Liebe Besucherin, lieber Besucher,

TÜpedia protestiert heute gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Dieses neue EU-Gesetz soll am 27. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das TÜpedia erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleine Internetplattformen wie TÜpedia müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels aufwendiger, sicherlich mit Kosten verbundenen, fehler- und missbrauchsanfälligen Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten wir für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Dadurch wären kurze Zitate (ohnehin immer mit Quellenangabe) hier nicht mehr in Artikeln möglich.

Wir sind gegen eine zwangsweise Zensur schon beim Hochladen. Das Bewusstsein über Urheberrechte sollte den Nutzern vermittelt werden und nicht per angeordneter und aufwendiger Technik mit nicht mehr zu kontrollierenden Filterkriterien.


Der Verein zur Förderung Freien Wissens in der Region Reutlingen-Tübingen e.V.

Schloss Weitenburg

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Schloss Weitenburg

Das Schloss Weitenburg liegt oberhalb des Neckartals im Gebiet der Gemeinde Starzach zwischen Börstingen und Sulzau am nördlichen Talhang. Schon im Jahre 1062 stand hoch über dem Neckar eine befestigte Wehrburg. Als Erbauer werden die Herren von Weitingen vermutet. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem dreiflügligen Wohnschloss ausgebaut, dessen verschiedene Baustile den Zeitgeist von Renaissance, Barock und Neugotik widerspiegeln.


Geschichte[Bearbeiten]

Die Weitenburg wird erstmals erst am 15. Juni 1437 erwähnt, als der damalige Lehnsherr Hans Pfuser von Nordstetten zwei Gesandte, die unter dem Schutz des Grafen Ludwig von Württemberg standen, gefangen nahm. Darauf drang Graf Ludwig vor das Schloss, ließ es plündern, Pfusers Gemahlin wegführen und einen Knecht in Tübingen enthaupten. Am Ende der Fehde gab er das Schloss wieder an Hans Pfuser zurück.

Hauptbau des Schlosses ist der „Ehingerbau“, ein schlichtes dreigeschossiges Steinhaus mit riesigem Satteldach, das in seinen wesentlichen Teilen von Jakob von Ehingen 1585 erbaut wurde. Dieser hatte keine Kinder und verkaufte daher das Schloss an Herzog Johann Friedrich von Württemberg, der es gleich weiterveräußerte. 1656 erwarb der pommerische Obristenwachtmeister Quirin von Hönstett das Schloss, der dem Hauptbau die beiden Seitenflügel und ein prachtvolles Eingangstor anfügte. Dieses eindrucksvolle Portal zeigt im gesprengten Giebel ein üppiges Knorpelwerk, in das die Initialen QVH eingearbeitet sind. Der östliche Flügel wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil umgebaut. Schließlich kaufte im Jahr 1720 Freiherr Rupert Rassler von Gamerschwang das Schlossgut Weitenburg zum Kaufpreis von 43.000 Rheinischen Gulden. Seine Nachkommen sind bis heute die Eigentümer. [1]

Heute[Bearbeiten]

Ein Konzert im Innenhof des Schlosses

Das imposante Schloss befindet sich in Privatbesitz, daher sind die Innenräume nicht zu besichtigen. Aber ein Teil des Schlosses wird seit 1954 als gehobenes Restaurant und Hotel genutzt. Neben der Möglichkeit für Konferenzen, Firmen- und Familienfeiern werden auch das ganze Jahr über Veranstaltungen verschiedenster Art geboten, siehe Homepage des Schlosses. Unterhalb der Weitenburg entstand 1984 im Neckartal rund um den Ort Sulzau die Golfanlage des Golfclubs Schloss Weitenburg.

Von Tübingen aus kann man (mit dem Auto) einen Ausflug zum Schloss verbinden z.B. mit einem Besuch der Stadt Rottenburg, dem kleinen Kurort Bad Niedernau und der lieblichen Starzacher Gäulandschaft mit ihren vom Neckar und seinen Zuflüssen eingeschnittenen Tälern, die auch die "schwäbische Toskana" genannt wird.


Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]