Platz der Partnerstädte
Der Platz der Partnerstädte liegt am südwestlichen Ende des Anlagensees, bei dem ehemaligen Parkwächter-Häuschen des Anlagenparks. Das Häuschen lag früher direkt am See, der hier nun ein Stück verkleinert wurde. Hier treffen einige der Parkwege - darunter einer, auf dem auch Fahrräder erlaubt sind (nicht sicher...) - zusammen, und es wurde ein kleiner Platz im Park gestaltet, der mit mehreren Elementen zum Aufenthalt einlädt:
- Stelen mit Infos und Richtungspfeilen zu den Partnerstädten
- Ein Kiosk im alten Wächterhäuschen, der nur bei gutem Wetter geöffnet haben wird (Getränke, Eis etc .. ) - die Eröffnung ist für Frühjahr 2026 geplant, betrieben vom Inklusionsbetrieb AIS, der auch das Café am See betreibt. Außerdem soll das Parkwächterhäuschen Vereinen zur Verfügung stehen, wenn diese eine Veranstaltung auf dem Platz der Partnerstädte durchführen.[1]
- Einige Sitzbänke, auch eine mit Tisch
- Ein Freiluft-Schachfeld
- Ein Platzbelag, auf dem auch Boules spielen möglich ist
- bitte ergänzen
Die Eröffnung dieses Teils des umgestalteten Anlagenparks und des Platzes mit den Beteiligten - Stadtverwaltung, Baufirmen etc. - fand am Kiosk am 16. September 2025 statt, allerdings nichtöffentlich. Ebenfalls neu ist ein hier beginnender hölzerner Steg, der dem Südwestufer des Sees vorgelagert ist.
"Partnerstädte sind wichtig"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Über die Motive und Gedanken der städtischen Beteiligten schreibt Sabine Lohr im Tagblatt zur Eröffnung:
[...] Zwölf Partnerstädte hat Tübingen, aber öffentlich sichtbar waren diese Verbindungen bisher nicht. Gut, es gibt zwei Straßenschilder, auf denen sie stehen, aber die nimmt niemand wirklich wahr. Das hat sich mit dem Platz der Partnerstädte im Anlagenpark geändert: Jede Partnerstadt hat dort eine Stele mit Informationen bekommen und einen typischen Baum oder Busch. Bei der Stele für Aix-en-Provence etwa blüht Lavendel, bei der für Perugia wurde ein Ginster gepflanzt.
„Mit den Partnerschaften kommen so viele unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Religionen zusammen, trotz all den Dramen in der Welt. Das zeigt, wie wichtig diese Partnerschaften sind“, sagte Oberbürgermeister Boris Palmer, der sich darüber freute, dass die Partnerstädte nun wie im russischen Petrosawodsk an so prominenter Stelle am See präsentiert werden. „So können wir sie endlich sichtbar machen und würdigen.“
Ein Ort der Freiheit
Katrin Korth, die den Umbau des Europaplatzes und die Umgestaltung des Anlagenparks leitet, zitierte Hannah Arendt:
„Der öffentliche Raum ist der essenzielle Ort der Freiheit, der politischen Teilhabe und der menschlichen Pluralität, wo Menschen frei und gleichermaßen sprechen und handeln können, um Neues zu schaffen.“
Das treffe, so Korth, auch auf den Anlagenpark zu, der ein Raum für Kommunikation sei.
Partnerstädte sind wichtig
„Vor zehn Jahren dachte ich, wir brauchen keine Partnerstädte mehr, denn deren Zweck sei erfüllt – die Völkerverständigung und der Frieden“, sagte Dagmar Waizenegger, Leiterin des Fachbereichs Kunst und Kultur. Der Zweck sei aber nicht erfüllt, weshalb Partnerstädte immer noch wichtig seien. Waizenegger erklärte auch, warum Petrosawodsk eine Stele bekommen hat, obwohl die Partnerschaft wegen des russischen Angriffskriegs derzeit ruhe. „Wir hoffen, dass wir sie wieder aufleben lassen können, die Stele ist ein Ausdruck für diese Hoffnung.“