Paul von Bruns

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Porträtfoto von Paul von Bruns

Paul Eduard von Bruns (* 2. Juli 1846, † 2. Juni 1916) war Professor der Chirurgie. Seine Eltern waren Victor von Bruns und Caroline Crone.

Von 1863 bis kurz vor dem deutsch-französischen Krieg 1870/1871 studierte er Medizin in Tübingen.[1] Eine geplante wissenschaftliche Reise durch Deutschland und Österreich musste er wegen des Kriegs abbrechen.

Anschließend war er Freiwilliger im Heer und Arzt eines Feldlazaretts, was ihn zur Kriegschirurgie, für die er sich sein Leben lang besonders interessierte.[2]

Im April 1871 wurde er Assistenzarzt in der Chirurgischen Klinik seines Vaters. 1872 setzte er seine unterbrochene Studienreise mit einem viermonatigen Aufenthalt in Wien fort.[3] 1875 habilitierte er in Tübingen. 1877 wurde er außerordentlicher Professor und übernahm 1882 den Lehrstuhl seines Vaters.

Zudem war er Leibarzt des Königs von Württemberg und diente als Obergeneralarzt der Württembergischen Armee.

Forschungen zur Phosphornekrose führten 1903 zum Verbot der Herstellung von Streichhölzern aus weißem Phosphor. Auch seine Studien zu kleinkalibrigen Geschossen hatten Einfluss: 1899 griff die Haager Friedenskonferenz seine Erkenntnisse auf und sprach sich gegen sogenannte Dumdum-Geschosse aus - das sind Geschosse, welche beim Aufprall auf das Ziel seine Form verändern und sich ausdehnen oder zerlegen, um eine größere Wunde zu verursachen.[4]

In den Jahren 1899 bis 1901 ließ er die Villa Bruns erbauen.

Paul Eduard von Bruns starb während des Ersten Weltkriegs am 2. Juni 1916, kurz vor seinem 70. Geburtstag, an einer Lungenentzündung.[5] Sein Grab befindet sich, ebenso wie das seines Vaters und seiner Mutter, auf dem Stadtfriedhof.

Die Brunsstraße ist nach ihm benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikipedia: "Paul von Bruns"

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]