Naturschutzgebiete

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Im Landkreis Tübingen gibt es insgesamt 18 Naturschutzgebiete. Dies sind geschützte Natur- und Kulturflächen, wie Waldgebiete, Biotope, Neckaraltarme, Fluren, Wiesen, Weinberge, etc. Neben Naturschutzgebieten gibt es aber noch weitere Schutzgebiete: Landschaftsschutzgebiete, FFH Gebiete (gemäß der EU Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie), Vogelschutzgebiete, Naturdenkmäler, Naturparks, Bannwälder, Schonwälder, Biosphärenreservate. In Baden-Württemberg sind 1.029 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 84.980,08 Hektar (ha) ausgewiesen (Stand 16. Januar 2010). Das entspricht einem Anteil von 2,38 Prozent an der Fläche des Bundeslandes. In Naturschutzgebieten ist die landwirtschaftliche Nutzung, das Verlassen der öffentlich gekennzeichneten Wege wie auch das Entfachen von Feuer meistens untersagt.


Neckartal[Bearbeiten]

Spitzberg[Bearbeiten]

  • Das Gebiet Hirschauer Berg, d.h. der obere Bereich der früheren Weingärten Hirschaus am Südhang des Spitzbergs, ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Trockenmauern und ein Lebensraum vieler subtropischer Pflanzen und zahlreicher Insektenarten.
  • Das Naturschutzgebiet Spitzberg-Ödenburg wurde nach Überlegungen zur Unterschutzstellung in den 1930er-Jahren und einer folgenden Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet durch das Regierungspräsidium Tübingen im Jahre 1990 am südöstlichen Rand des Spitzberg-Höhenzuges ausgewiesen.[1] Das Naturschutzgebiet ist rund zehn Hektar groß. Auf dem nach Süden vorspringenden Buckel suchte schon Leonhart Fuchs, der erste bedeutende Tübinger Botaniker, im frühen 16. Jahrhundert nach Pflanzen. Die menschliche Bewirtschaftung auf dem sommerheißen Südhang sorgte für eine reiche Flora mit Raritäten wie dem Blauen Lattich, dem Siebenbürgischen Perlgras und einer Handvoll Orchideen. Die letzte Bestandsaufnahme der Pflanzen ist allerdings schon 20 Jahre her. Inzwischen verdrängt nicht nur aufwachsendes Gebüsch die licht- und wärmeliebenden Arten, auf den Wiesen macht sich auch die Goldrute breit, eine aus Nordamerika stammende Staude, die sich im Land schon seit 100 Jahren stark ausbreitet.[2]

Schönbuch[Bearbeiten]

  • Der Bannwald Eisenbachhain ist ein mit der Verordnung vom 23. August 1937 ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.003) im Norden der Gemeinde Pfrondorf, im Südosten der Gemeinde Dettenhausen und im Westen der Gemeinde Walddorfhäslach. Es liegt auf der Gemarkung der Gemeinde dettenhausen. Es gehört zu den ältesten Naturschutzgebieeineten in Baden-Württemberg und zum ältesten im Schönbuch und Landkreis Tübingen.

Mössingen - Albtrauf[Bearbeiten]

  • Der Filsenberg (805 m) ist ein Berg der Schwäbischen Alb süeinedlich von Öschingen, einem Stadtteil von Mössingen. Die Magerwiese auf der unbewaldeten Filsenberghochfläche steht wegen der dort wachsenden seltenen Pflanzen (Orchideen, Katzenpfötchen, Türkenbundlilien, Enziane u. a.) seit 1983 unter Naturschutz. Das 35,8 ha große Naturschutzgebiet wird dem Naturraum Mittlere Kuppenalb zugeordnet. Magerrasen, Borstgrasrasen und Saumgesellschaften prägen das Landschaftsbild. Schutzzweck ist unter weitgehender Vermeidung von Dünger und Nährstoffeintrag die Erhaltung der Hochwiesen mit ihrer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. [3]
Der Filsenberg von Talheim aus gesehen

  • Der Bergrutsch am Hirschkopf bei Mössingen (39,4 ha) ist ein mit der Verordnung vom 16. März 1988 durch das Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.145)
  • Öschenbachtal (59,0 ha) ist ein mit der Verordnung vom 9. September 1997 durch das Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.281)
  • Bei der Olgahöhe (25,0 ha) ist ein mit der Verordnung vom 1. Oktober 1999 durch das Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.295) nahe des Mössinger Ortsteils Belsen.

Die Schutzgebiete ,Filsenberg, Bergrutsch, Öschenbachtal und Bei der Olgahöhe sind eingegliedert in das FFH-Gebiet 7620-343 Albtrauf zwischen Mössingen und Gönningen.[4]

Weitere[Bearbeiten]

  • Die Kapfhalde ist ein mit der Verordnung vom 9. Mai 1983 durch das Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.104) im Norden der Gemeinde Rangendingen (Ortsteil Bietenhausen) des Zollernalbkreises, im Süden der Stadt Rottenburg am Neckar (Ortsteil Frommenhausen) und im Westen der Gemeinde Hirrlingen.
  • Das Gebiet Vollmershalde ist ein mit der Verordnung vom 10. September 1993 durch das Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.229) östlich des Rottenburger Vorortes Hemmendorf.
  • Das Gebiet Espenloch-Hintere Halde ist ein mit der Verordnung vom 15. Juli 1988 durch das Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.146) im Norden der Gemeinde Rangendingen und im Süden der Gemeinde Hirrlingen.

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Quellen[Bearbeiten]

  1. 20 Jahre Naturschutzgebiet „Spitzberg-Ödenburg“, siehe auch bei Hirschauer Berg
  2. Mario Beisswenger: Pflege für die Evolution: Welchen Wert das amtliche Mähen eines Naturschutzgebiets hat.
  3. Regierungspräsidium Tübingen (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Tübingen. Seite 499f. Thorbecke, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7995-5175-5.
  4. Beschreibung der EU-Richtlinie FFH - Wikipedia