Mordiogäßle

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living_street
OberflächeGlattes Kopfsteinpflaster
Beleuchtetja
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Das kleine Mordiogäßle liegt in der Unterstadt zwischen Seelhausgasse und Salzstadelgasse.


Der Name[Bearbeiten]

Gezeichneter Stadtplan von J.C. Schreiber, 1812

Der Legende nach steht die Herkunft des Namens im Zusammenhang mit der ersten Brauerei oder Braugaststätte der Stadt, die wahrscheinlich bereits seit dem frühen 17. Jahrhundert zwischen Seelhausgasse und der dortigen Stadtmauer lag. Dort könnte nach der alten Redensart ein Ausgangspunkt für "Zeter und Mordiogeschrei" gewesen sein.

Der Name "Mordiogäßle" erscheint schon auf einem gezeichneten, detailreichen "Plan oder Wegzeiger der Königl. Württembergischen Dritten Residenz- und Zweiten Hauptstatt Tübingen von 1812 (siehe Abbildung, koloriertes Original im Stadtarchiv). Dort ist genau gegenüber in der Seelhausgasse auch ein "Bierhof" eingetragen.

In den amtlichen Stadtplänen von 1819 und 1848 heißt die Gasse "im Brühl", jedoch seit dem Plan von 1876 wird der Name Mordiogässle, wohl im Rückgriff auf den Volksmund, wieder verwendet.[1]

(Ein Zetergässle gibt es [leider] nicht...)


Stimmen zum Mordiogässle[Bearbeiten]

Heinz-Eugen Schramm: D'Gôge'[Bearbeiten]

Drunte' rond om d'Mordiogass
leabt e bsondre Mensche'rass:
Leut wia Bööm send des mit Möckel
härter no wia Backstoi'bröckel.

Aber enne'dren - potz Blitz! -
hocket viel Verstand ond Witz,
ond se wisset vieles besser
wia so mancher Herr Professor,
wenn se au koin Dokter hent
ond bloß Gülle fahren tent.

Aber - ond des neabebei -
's Maulwerk hao-n-e ghairt, des sei
bei de Gôge' an net schlecht,
ond wer des verschmecke' möcht,
der braucht schliaßle bloß en Gôge'
saudumm noch „'me Raupe“ froge'![2]


So sieht's der (Mordio-)Vogel[Bearbeiten]

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Quellen:[Bearbeiten]

  1. Tübinger Adressbücher 1934 und 2009
  2. Heinz-Eugen Schramm: Tübinger Gogen-Witze, Knödler-Verlag, Reutlingen, 1998.