Mechthild Großmann

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Mechthild Großmann (* 23. Dezember 1948 in Münster) ist eine deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Hörbuchsprecherin, die bundesweit bekannt ist, vor allem durch ihre Rolle als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm im ARD-Tatort Münster. Ihr Markenzeichen ist die tiefe Stimme, sie wird im Tatort oft rauchend dargestellt. Sie lebt derzeit (Stand 2025) in Hamburg. Ihre letzten Worte als Staatsanwältin Klemm im Münster-Tatort (Die Erfindung des Rades, WDR 2025) waren: "Warst du schonmal im Schwarzwald? [Antwort des Gegenübers:"Nein") tagsüber strahlt die Sonne, und nachts ist er ganz schwarz."

Bezug zu Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1970er Jahre war Mechthild Großmann als Schauspielerin in Stuttgart engagiert und auch ab und zu in Tübingen. Beim Bücherfest 2021 war sie als Vorleserin beteiligt.[1] Bei der Abschlussveranstaltung der Schlosshofkonzerte am 3. August 2025 trat sie unter dem Titel „Schaurig schön – Geisterballaden und Liebeslieder“ gemeinsam mit dem A-cappella-Chor Ensemble Horizons auf. Sie rezitierte Gedichte von u.a. Annette von Droste-Hülshoff, Eduard Mörike, Joseph von Eichendorff, Goethe und dem Tübinger "Local Hero" des 19. Jahrhunderts Ludwig Uhland.


[...] Eine der markantesten Stimmen der deutschen Schauspielszene, mit rauchig tiefen Schattenrändern. Großes Kino in der Stimme, wenn sie mit Eichendorff sagt: „Und… wenn es dunkelt…“. Düstere Vorahnungen, drohendes Unheil und Verhängnis in gekonnt nuancierten Dosierungen. Sensationell ihre Sprechkunst: Wie Großmann das Tempo variiert, Vers und Metrum aufbricht, dass man die altbekannt auswendig gelernten Verse kaum wiedererkennt. So spannungsgeladen und leibhaftig plastisch ist das. So gänsehäutig schaurig, wenn sie in Uhlands „Des Sängers Fluch“ ihr grausiges „Weh euch!“ ruft. Mit wahrer Meuchellust lebt sie Herders blutig morbiden Mutter-Sohn-Dialog „Edward“ aus. Und zieht alle Stimm-Register in Droste-Hülshoffs „Der Knabe im Moor“. Gnomisch koboldige Beiseit-Kommentare und finstere Grabesstimme. Wie sie plötzlich „Ho, ho, meine arme Seele!“ ausstößt, geht ein echter Schreck durchs Publikum. Tosender Beifall.[...]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]