Mühlbach

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Der Mühlbach zweigt unweit der südlichen Stadtgrenze, etwa beim Bläsiberg, westlich von der Steinlach ab. Er schlängelt sich, teilweise renaturiert, vorbei am Feuerhägle, durch das neue Mühlenviertel, die Kanalstraße und die Mühlbachäcker und fließt zuletzt in den Anlagensee und beim Kepler-Gymnasium in den Neckar-Kanal.

Der Mühlbach wird bereits 1340 zusammen mit der Dorfmühle (die gegenüber vom heutigen Rathaus stand) erwähnt. Ab 1829 trieb er auch eine Ölmühle an.[1] Er war und ist ein Nebenarm der Steinlach. Deren Unterlauf wurde 1861 begradigt.[2] Der Mühlbach hingegen weist bis heute zum größten Teil einen unregelmäßigen, natürlichen Verlauf auf. Er ist also kein durchgehender Kanal (?), wurde aber an bestimmten Stellen so geleitet, dass er zum Antrieb von Mühlen genutzt werden konnte, z.B. an der Kanalstraße (?, siehe Diskussion).

Badschüssel[Bearbeiten]

Badschüssel Tübingen
Die Badschüssel Tübingen in einer Beschreibung von 1914

Südlich des heutigen Wildermuth-Gymnasiums speiste der Mühlbach bis Anfang des 20. Jahrhunderts einen kleinen ovalen See, die sogenannte Badschüssel. Dieser See wurde als erstes Freibad ("Academische Badeanstalt" 1851-1908)[3] genutzt.[4] Bei der Umgestaltung des gesamten Wöhrd-Bereichs durch die Neckarregulierung wurde er zugeschüttet. Es existierte schon seit längerem ein neues Freibad direkt am Neckar.


So sieht's ein Tiefflieger[Bearbeiten]

Ungefährer Verlauf des Baches (an einigen Stellen, vor allem beim Abzweigen aus der Steinlach ist die Genauigkeit unsicher - Stand 2009).


In Lustnau gab es auch einen "Mühlbach", der vom Goldersbach abzweigte und die Lustnauer Mühle betrieb. Noch heute mündet ein verdolter Kanal südlich der kurzen Straße Am Mühlbach in die Ammer. Wie er davor genau verläuft, lässt sich derzeit nicht feststellen. Beim Abbruch der Nebengebäude der Lustnauer Mühle mit Erdaushub 2017 ist an der Stelle des früheren Mühlrads kein Kanal zu erkennen.


Quelle[Bearbeiten]

  1. Helmut Eck: Die Tübinger Straßennamen, 2017, S. 198
  2. Tübinger Stadtchronik von 1861
  3. Tübinger Stadtchronik ab 1850
  4. Uhlandbad, Tübingen 1914.