Lese-Haus
Das Lese-Haus ist ein Projekt der Stadtbücherei zur frühkindlichen Leseförderung. In angenehmer Atmosphäre sollen Kinder Freude am Lesen entwickeln und ihre Sprachkompetenz stärken. Gleichzeitig fördert das Vorlesen den Austausch zwischen Generationen.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Initiative wurde 2008 von der Bürgerstiftung ins Leben gerufen. Seit 2013 wird sie vom Förderverein Lese-Haus e.V. getragen[1], der seit 2016 Mitglied im Bundesverband "Mentor – Die Leselernhelfer" ist.
2018 wurde das zehnjährige Jubiläum in der St.‑Michael‑Gemeinde gefeiert. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es etwa 300 ausgebildete Lesepat*innen.[2]
Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Ehrenamtlichen sind in diesen Bereichen aktiv:
- Lesepaten lesen regelmäßig in Kitas, Grundschulen und der Stadtbücherei vor.
- Lesementoren begleiten einzelne Grundschulkinder unter dem Motto "Lesen lohnt sich" beim Lesenlernen während der Schulzeit.
- Vorlesen bei besonderen Veranstaltungen der Stadtbücherei (Programme sind zum Beispiel Vorlesefeste oder "Ferien mit dem Lese-Haus" beim Sommerferienprogramm)
Für diese Programme bietet die Stadtbücherei regelmäßig Schulungen an.
Voraussetzungen und Vorteile für Lesepat*innen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wer sich als Lesepatin/Lesepate engagieren möchte, sollte Freude am Vorlesen sowie Einfühlungsvermögen für Kinder im Vorschulalter mitbringen. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer ganztägigen Schulung, in der Grundlagen zur Vorlesegestaltung, zum Zuhörverhalten von Kindern sowie praktische Hinweise vermittelt werden. Die Auswahl der Bücher erfolgt eigenständig.
Engagierte erhalten einen kostenlosen Bibliotheksausweis und haben die Möglichkeit, an Austauschformaten teilzunehmen, bei denen neue Materialien vorgestellt werden.[3]
Einmal im Monat, freitags von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr, wird in der Stadtbücherei in verschiedenen Herkunftssprachen vorgelesen. Mitmachen können Personen mit muttersprachlichen Kenntnissen in einer anderen Sprache (außer Englisch/Französisch) und ausreichenden Deutschkenntnissen. Voraussetzung ist die Teilnahme an der Schulung für Lesepat*innen.
Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
"NESEL – Die Vorleseschnecke" ist das Maskottchen des Lese-Hauses Tübingen. Die Handpuppen-Schnecke wurde 2007 als Symbol für die Vorleseinitiative gewählt, da sie Mobilität, Ruhe und Geduld verkörpert – passende Eigenschaften für das Vorlesen mit Kindern. Die Schnecke begleitet Lesepaten in Kitas, kann mit Kindern interagieren und fördert die Aufmerksamkeit spielerisch. Der Name "NESEL" entstand aus dem Wort "LESEN" – rückwärts gelesen - und unterstreicht den einzigartigen Charakter des Maskottchens.[4]
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Bürgerstifung Tübingen, 3. Januar 2013: https://www.buergerstiftung-tuebingen.de/news-leser/lese-haus-wird-selbstaendig.html (abgerufen am 15. Juli 2025)
- ↑ SWP, 25. März 2018: https://www.swp.de/lokales/tuebingen/vorlesen-will-gelernt-sein-das-tuebinger-lesehaus-feiert-jubilaeum-368200.html
- ↑ Lese-Haus: https://lesehaus-tuebingen.de/lesepaten/ (abgerufen am 15. Juli 2025)
- ↑ Lese-Haus: https://lesehaus-tuebingen.de/lesepaten/ (abgerufen am 15. Juli 2025)