Karl Merz

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Brunnennymphe von Merz, seit 1961 im Park am Anlagensee

Karl Merz (* 26.2.1869 Reutlingen, † 5.6.1950 Tübingen) war ein Bildhauer in Tübingen. Nach Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und der Akademie der Bildenden Künste in München sowie Studienaufenthalt in Italien ließ er sich in Tübingen nieder, wo er von der Stadt eine Stelle als Zeichenlehrer an der Oberrealschule (heute Wildermuth-Gymnasium) und ein eigenes Kunstatelier in der Karlstraße erhielt.

Sein wohl bekanntestes Werk in Tübingen ist die Figur der Nymphe aus weißem toskanischem Marmor aus dem Jahr 1910 im Park am Anlagensee, die heute ein wenig versteckt, weil in dicht bewachsener Umgebung, romantisch an einer Schleife des Mühlbachs steht. Sie war ursprünglich auf einem höheren Sockel Teil des steinernen Nymphenbrunnens. Dieser befand sich bis 1961 in einer kleinen, von Theodor Fischer gestalteten Anlage mit Bänken an der Ecke Neckarbrücke/Gartenstraße, vor der Neckarmüllerei.

Unter seinen weiteren Werken sind die Plastik "Die Reue" (vielfach ausgezeichnet, auch auf der Weltausstellung in St. Louis / USA, 1904), heute im Lenbachhaus in München [1], der Kinderbrunnen im damaligen Rathaus in Stuttgart (1909), Büste von Oberbürgermeister Hermann Haußer [1], Reliefmedaillon des Heimatdichters Matthias Koch [1] und das Denkmal für den General Otto von Haldenwang in Münsingen-Buttenhausen [2].

Merz' zeichnerischen Nachlass verwahrte vor der Schließung das Heimatmuseum Lustnau.

Ein Schüler von Karl Merz war der Tübinger Bildhauer Ugge Bärtle.

Die Nymphe an ihrem ersten Standort vor dem Neckarmüller (1910)


Quellen, Hinweise[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Tübinger Blätter, 26. Jahrgang 1935, Hg.: Bürger- und Verkehrsverein Tübingen, Seite 56: Kurzartikel "Meisterwerke von Karl Merz" und drei Abbildungen der Werke "Die Reue", Haußer und Koch auf Seite 51-53
  2. buttenhausen.de