Kappiseck

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Kappiseck
Blick auf die "Medicinal-Drogerie" in der Neckargasse (Foto Kleinfeldt 1926)

Kappiseck wurde früher umgangssprachlich die Ecke zwischen der Einmündung der Bursagasse und der Clinicumsgasse in die Neckargasse genannt.

Es ist nach Otto Kappis benannt, der 1878 in Tübingen ein Drogeriewarengeschäft gründete. Er betrieb dieses in seinem eigenen Haus in der damals noch so genannten Neckarstraße 22, Ecke Klinikumsgasse, als Kolonial-, Material-, Spezerei- und Farbenhandlung. Ab 1889 besaß Otto Kappis außerdem ein Geschäft für Wein und Spirituosen in der Hölderlinstraße 2.[1]

Um 1900 firmierte das Geschäft als „Medizinaldrogerie J. Müller“ unter der Leitung des Königlich Württembergischen Hoflieferanten Jakob Müller und wurde in Tübingen umgangssprachlich „Kappis-Müller“ genannt.[2] Der Schwiegersohn von Jakob Müller, der Chemikerdrogist Eugen Herb, führte den Handel mit „Drogen, Chemikalien, Colonial- & Farbwaren“ in der Neckarstraße fort. 1963 übernahm sein Sohn Hans Herb die Neckar-Drogerie Müller & Co. Drei Jahre später zog der Betrieb in die Kirchgasse 10 um, wo Hans Herb ihn bis zu seinem Tod am 20. Februar 2009 leitete.[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Dominik Groß: Die Konstruktion von Wissenschaft?: Beiträge zur Medizin-, Literatur- und Wissenschaftsgeschichte. Kassel University Press GmbH, 2008. S. 239 f.
  2. Ulla Steuernagel: Der Laden von Hans Herb wird ausgeräumt. Die Drogerie als Grabungsort. Tagblatt, 9. September 2009.
  3. 12. Januar 2010: Objekt des Monats im Stadtmuseum: Etikettenschränkchen


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